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Angabeleistung , die, -, -en

Leistung einer Anzahlung


Art des Eintrag: Substantiv

Kategorie: Amts- und Juristensprache

Erstellt am: 26.05.2018

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Kommentar am 26.05.2018
Duden führt "eine Angabe leisten" als Beispiel für die Verwendung des Wortes "Angabe" in dessen österr. Bedeutung an. Österreichs Sprachmeister hatten diese Wendung allerdings längst schon nominalisiert: in Form der " Angabeleistung":

St. Genois 42 fl. Lose nächster Haupttreffer 52,500 fl. verkauft bis 1. Mai 1862 mit der Begünstigung zehnmonatlicher Ratenzahlung das gefertigte Großhandlungshaus. [...] Nachdem der derartige Käufer eines solchen Graf St. Genois' 42 f.-Loses schon von dem Moment der Angabeleistung mit der bezeichneten Los-Nummer spielt, und sohin zweimal mittlerweile Gelegenheit und die Möglichkeit hat, bedeutende Gewinne zu machen, so dürfte dieses Arrangement vielen Personen sehr erwünscht sein
Waldheim’s Illustrirte Zeitung, 8. März 1862:https://tinyurl.com/y6vfreas


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Angabeleistung






Österreichisches Deutsch definiert die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und des Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich verwendeten bairischen und alemannischen Dialekte.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache kommen aus den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein erheblicher Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.

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