Dein Österreichisches Wörterbuch

gschaftlhuberisch

wichtigtuerisch, übergeschäftig


Art des Eintrag: Adjektiv

Erstellt am: 29.05.2018

Bekanntheit: 10%

Beurteilung: 2 | 4

Kommentar am 29.05.2018
Ob das Wort hier überhaupt eintragsberechtigt ist? Auch in Deutschlands südlicher Hälfte ist es - wie das Hauptwort, von dem es abgeleitet ist, - wohlbekannt.

Josef Galley („Österreich“) hat wieder einmal volle Kompetenz in Sachen Partizipation bewiesen, indem er meinte: „Das ist das Dilemma der Grünen: Sie sind in der Geiselhaft gschaftlhuberischer Bürgerintiativen (oder selbst Teil davon), denen die urbane Zukunft herzlich wurscht ist.“
Aktion 21:http://www.aktion21.at/themen/index.php?menu=96&id=2940
Cithéron, der Erfinder der Intrige ist der Barmann im Nobelhotel (Marc Mauillon), die Abwicklung managt Mercure (Cyril Auvity), der gschaftlhuberisch immer mit Handy am Ohr im Einsatz ist, assistiert von Mommuss (João Fernandes). Juno, das „Publikum“ des Ränkespiels, ist als zickige Coco Chanel personifiziert (Emilie Renard). Sie alle sind ideal besetzt.
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Und einer sagt's sogar von sich:
Andi Knoll: ... Ich werde sicher in der Organisation gschaftlhuberisch mitarbeiten. Ich habe mir schon ganz viele Punkte aufgeschrieben, die wir anders oder genauso machen müssen.
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gschaftlhuberisch






Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine umfangreiche Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein erheblicher Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; manche dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch verschiedene regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.

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