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Metallstrotter , der

spezialisierter Müllsucher im Wiener Kanalnetz


Art des Eintrag: Substantiv

Kategorie: Arbeitswelt

Erstellt am: 29.05.2018

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Kommentar am 29.05.2018

Im Kanalsystem stromern die Fett- und Metallstrotter herum. Erstere auf der Suche nach Knochenresten und Fettklumpen, die sie einem Seifensieder für ein paar Heller verkaufen können, die anderen streifen Zentimeter für Zentimeter ab in der Hoffnung, Metallteile zu finden, die sie bei einem Alteisenhändler zu ein bisschen Geld machen können.
Günther Zäuner, Halbseidenes kaiserliches Wien (2018):https://tinyurl.com/ybphzt9m
Unterhalb des Schwarzenbergplatzes befand sich auch die Heimat der Strotter Hier befindet sich unterirdisch ein großer Raum, durch den der Wienfluss fließt. [...] Hier lebten und arbeiteten die Ärmsten der Armen, die hier versuchten, aus dem Abwasser noch irgend etwas Verwertbares heraus zu fischen. Es gab sogar eine Spezialisierung auf Metallstrotter und Fettstrotter. Erstere angelten nach abgebrochenen Klingen, verlorenen Münzen oder dergleichen und Letztere angelten nach Knochen und Essensrückständen, um diese an Seifensieder zu verkaufen.
Wiener Geschichten.at:https://tinyurl.com/yagqq5gw


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Metallstrotter






Österreichisches Deutsch definiert die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und des Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein großer Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; manche dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch verschiedene regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark verwendet, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.

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