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aufhauerisch

angeberisch; protzig


Art des Eintrag: Adjektiv

Erstellt am: 16.06.2018

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Kommentar am 16.06.2018
Moritz von Schwind berichtete über Schubert:

Schubert hat die Ouvertüre, die er zur „Estrella" geschrieben hat, hergegeben, da er sie für die Estrella zu aufhauerisch findet und eine neue machen will.
Oscar Bie, Franz Schubert. Sein Leben und sein Werk (2011):https://tinyurl.com/yd3x3fxh
Der Mini Roadster ist im Auftritt maskulin, frech und ein bissl aufhauerisch, schmückt aber auch sportliche Frauen.
Autorevue.at (17.12.2012):https://tinyurl.com/ybknqn48
Und jetzt noch paar Zeilen Zeitgeschichte von Karl Kraus aus den „Worten in Versen“ (Gedichte 1922-1930), und zwar aus dem „Talisman“( »Da hab' i schon g'nur«)
Wenn ich in der Woch'n recht aufhauerisch war, Dann bet' ich am Sonntag aus'n Journal mit dem Bahr. Gegen den ist der heilige Franziskus ein Schmock, Und ich glaub' selbst an die Renaissance vom Barock.
Karl Kraus, "Worte in Versen“ (Gedichte 1922-1930:https://tinyurl.com/yctdsogp


Kommentar am 19.06.2018
Der vorgestern 85-jährig verstorbene Thomas Chorherr wollte nicht im aufhauerischen Frack heiraten:
Ich beispielsweise hab im Stresemann geheiratet. Frack war zu »aufhauerisch«, soll heißen: zu pompös, Smoking zu unpassend, aber neben der Braut ganz in Weiß sollte sich der Bräutigam halt doch entsprechend abheben.
Thomas Chorherr, Requiem für die Krawatte (2016):https://tinyurl.com/y9wmglpm


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aufhauerisch






Österreichisches Deutsch definiert die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und des Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich genutzten bairischen und alemannischen Dialekte.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache kommen aus den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Monarchie entlehnt. Eine erhebliche Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein großer Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe zu verwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.

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