Dein Österreichisches Wörterbuch

herumnutscherln

körperlicher Liebe pflegen; sich wie ein Ferkel benehmen


Art des Eintrag: Verb

Kategorie: Zwischenmenschliches

Erstellt am: 25.08.2018

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Kommentar am 25.08.2018

Denn während Rudolf seiner Frau Winselbriefe schickte und sie anflehte, sie könnten doch »wieder einmal im Bett zusammen herumnutscherln«, hielt er sich längst eine Zweitfrau, Wiens teuerstes Freudenmädchen oder zumindest eines der teuersten.
Philipp Vandenberg, Die Frühstücksfrau des Kaiser (2007):https://tinyurl.com/ycoerpkh
Die Nazis, das waren nicht „wir“, das waren „die anderen“. Denn „wir“ waren ja immer Sozialdemokraten und sind Opfer. Ein KZ-Überlebender versucht inzwischen, über die Verbrechen zu informieren. Renner spielt mit, Olah, aber auch Schneebrunzer sind da, und es wird herumgenutscherlt (= Sex)
Kurier.at, 27.4.2018:https://tinyurl.com/ycbpk8wv


Kommentar am 25.08.2018
Winselbrief? Ein Brief von Kronprinz Rudolf an seine Gattin zur Zeit, als diese mit dem Grafen Arthur Potocki auch bereits einen Bettgeher besaß, als beleidigte Witwe dann jedoch den Brief und seinen Inhalt in ihren Memoiren fleißig verschwieg:
"Ich finde", schrieb Rudolf am 31. März 1888 an Stephanie, "wir könnten diese eine Nacht in Abbazia zusammen schlafen; es macht sich gut, dann geht man ohnehin wegen dem Beichten und Kommunizieren früh schlafen, und es wäre auch recht hübsch, wieder einmal im Bett herumzunutscherln." Unterschrift: "Dein Dich innigst liebender Coco."
Der SPIEGEL online, 14.4.1980:https://tinyurl.com/y8ocr7p4


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herumnutscherln






Österreichisches Deutsch definiert die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und des Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine umfangreiche Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein umfangreicher Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe zu verwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch verschiedene regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.

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