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Labestelle

angegliederter Gastgarten mit Eis, Getränken und kleinen Stärkungen (im Park)


Erstellt am: 04.10.2018

Bekanntheit: 0%

Beurteilung: 1 | 2

Kommentar am 09.10.2018
Die Bedeutung des Wortes, das wie auch „Labstelle“ übrigens durchaus gemeindeutsch, wenn auch in Österreich üblicher ist, auf eine einzige und recht seltsame der unzähligen Möglichkeiten der Existenz von Labestellen einzuschränken, ist kurios und möglicherweise für manchen verwirrend.

Nur die ersten und die letzten 1,1 km der Strecke sind asphaltiert, die restlichen 51,8 km sind auf Forststraßen, Waldwegen und markierten Almwegen aufgeteilt. An den 12 Labestellen erhaltet ihr u.a. Tee, Wasser, Cola, Isostar, Bananen, bei den Wechselstellen zusätzlich noch selbstgemachte Mehlspeisen.
33. Grenzstaffellauf Hohe Veitsch:https://www.grenzstaffellauf.com/strecke/
Nestelberger Rast - Labestelle: Öffnungszeiten 2018: Labestelle mit Getränkekühlschrank gegen Entgelt und Sitzgelegenheit zum "Jausnen" der mitgebrachten Speisen
Mostviertel.at:https://tinyurl.com/ycszcgu7


Kommentar am 09.10.2018
Wenn die Erklärung für „Labestelle“ auf „angegliederter Gastgarten mit Eis, Getränken und kleinen Stärkungen (im Park)“ reduziert wird, könnte die Erklärung für einen zweiten Eintrag von „Labestelle“ ja geradeso gut lauten: „Quelle mit Getränkeflaschen und aufgehängter Spendendose“, denn:
Der Einstieg in die Wanderung ist mitten im Ort Weichselboden. [...]. Nach einer knappen Stunde in der man immer wieder abwechselnd auf Forststraße und Steig unterwegs war, gelangt man dann zu einer kleinen Quelle, in der meistens ein paar Flaschen Bier und Cola gekühlt auf durstige Wanderer warten. Bitte nicht auf einen fairen Beiträg für die Getränke in die aufgehängte Spendendose vergessen! Kurz nach der Labestelle biegt der Weg dann über eine kurze Leiter auf einen steilen Hang in Richtung Edelbodenalm ab.
Bergfex.at:https://tinyurl.com/yabm2zaz
Doch wie um Himmels willen kommt einer zu so einer verdrehten Deutung? - Hier die Herkunft des „„angegliederten Gastgartens“. Es geht um den Bundessportplatz „Auwiese“ im Augarten, der seit 2003 an Wochenenden und in den Schulferien von jedermann benützt werden konnte, als die Wiener Dissertantin schrieb:
Für die Einhaltung von Spielregeln, die gegenüber der Sportplatzverwaltung erfüllt werden müssen, wacht dort ein eigens dafür abgestellter Platzwart, der gleichzeitig als „Labestelle“ fungiert und die Sportler im angegliederten Gastgarten mit Eis, Getränken und kleinen Stärkungen versorgt.
G Koszteczky, Die Geschichte der Wiener Grünflächen .., Diss. Wien 2007:http://othes.univie.ac.at/371/1/12-27-2007_9509082.pdf


Kommentar am 11.10.2018
Ist das der Platzwart vom Bundessportplatz „Auwiese“ im Augarten, der da jetzt vor lauter Freude über seine Erwähnung als "Labestelle" diesen absurden Eintrag am 9. Okt. positiv bewertet hat? Sonst einer, der Gelesenes auch verstehn kann, kann's ja unmöglich sein! Lieber Platzwart, da wär noch eine Labestelle, die ist aber kein Platzwart wie du und auch nicht dem Bundessportplatz "Auwiese" im Augarten angegliedert:
Von der Talstation des Schiliftes nach dem Start hinauf zur Berghütte Łabski Szczyt und weiter zur ersten Kontrollstelle an der Rundfunkrelaisstation Sniezne Kotly (ca. 6,5 km) [...] Dort befand sich auch die erste Labestelle – es gab Mineralwasser, Iso und Kekse.
Marathon4you.de:https://tinyurl.com/yblnpdq4


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Labestelle






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