Dein Österreichisches Wörterbuch

Murmentl , das, -, -(n)

Murmeltier


Art des Eintrag: Substantiv

Kategorie: Natur, Veraltet, Historisch

Erstellt am: 17.11.2018

Bekanntheit: 0%

Beurteilung: 1 | 1

Kommentar am 17.11.2018

Sie verkrochen sich wie Murmentln in Winkeln und Löcher
Jof. Bap. Schöpf, Tirolisches Idiotikon (1866):https://tinyurl.com/y7we9l8w
die Jagdzeit ist nur vom ersten September bis fünfzehnten Oktober. In Bayern wird die auch streng gehalten, und die Mankei'n, wie man die Murmentl'n dort nennt, werden da auch sehr gehegt. Aber in Tirol gibt es viele Schützen und wenig Jäger. Zu den wenigen gehört der Loisl, der die Murmentl'n wie seine Augäpfel hegt.
Fritz Bley, Murmentl-Sepp (1923):http://gutenberg.spiegel.de/buch/fritz-bley-10152/28
Im Jahr 1840 hat der Alpenhirte Johann Wolf ... mehrere Murmentl von dem Roierthal heimgetragen, um zu prüfen, weil er von dem Murmentlwunder gehört hatte, welches seine Vorfahren erlebten, ob die Sage wahr sei, dass in der heiligen Nacht um zwölf Uhr die Murmentln aufspringen oder sich umdrehn und pfeifen.
Joh. Nep. Ritter von Alpenburg, Mythen und Sagen Tirols (1857):https://tinyurl.com/y8mqy5dg
Murmelthierjagd. Mankei-Passen. Es war Anfangs Oktober im Jahre 1840, als ich am Funtensee an der Grenze des steinernen Meers zum erstenmale auf ein Murmelthier oder Mankei, wie sie im Berchtesgadenschen heißen, zu Schuß kam. [...] Außer dem Berchtesgadner Gebiet finden sich in Bayern keine Mankei'n mehr bis jenseits des Lechs in den Immenstadter Gebirgen [...] . Im Allgäu und in Tyrol nennt man die Murmelthiere »Murmentl« und unter diesem Namen werden sie schon im Weißkunig erwähnt.
Franz von Kobell, Wildanger(1859):http://gutenberg.spiegel.de/buch/wildanger-5703/14


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Murmentl






Österreichisches Deutsch definiert die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und des Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich verwendeten bairischen und alemannischen Dialekte.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine erhebliche Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch verschiedene regionale Dialektformen, hier im Besonderen bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark verwendet, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.

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