Dein Österreichisches Wörterbuch

Salopp , der

Mantilla-ähnliche Damen-Oberbekleidung, oft mit Kapuze, eine Saloppe


Art des Eintrag: Substantiv

Kategorie: Veraltet, Historisch

Erstellt am: 28.07.2019

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Kommentar am 28.07.2019

Deutsche Art mein Herze sucht. Ein Salopp und Schmuck in Haaren, Strickrock, Sack, und Palatin, Sind ganz andre Kleider Waaren, Als bey einer Ungarin.
Philipp Hafner, Der kroatische Bauer und das Wiener Mädgen. Scherz und Ernst in Liedern (1763): https://tinyurl.com/y4oahghy
Ich hab ein langen schwarzen Mantl umghabt, wie unser Vikari, und ein Salopp von der Wiener Frau Mahm.
Briefe eines Eipeldauers an seinen Herrn Vetter in Kakran (1785): https://tinyurl.com/yy6gudg7
Beschreibung einer Saloppe (Femininum) in einem Damen-Konversationslexikon von 1837: http://www.zeno.org/DamenConvLex-1834/A/Saloppe)

Kommentar am 17.08.2019
Ein Hinweis auf das andere Deutsch in Österreich schon von 1812:
Bur. Was geb ich denn auch den Mädeln, den einzigen [b]Salopp**)[/b], den ich der Binderstochter***) hab machen lassen, der hat mich nicht arm gemacht [...] [...] *) carassieren [...] **) Auch dieses Wort ist [b] im Oesterreichischen männlich. [/b] ***) Der Luxus hat sich seit Hafners Zeit geändert; jetzt trägt manche Binderstochter [...] kein Seidenmäntelchen mehr, dafür aber einen echt ostindischen Schawl
Philipp Hafner, „Etwas zum Lachen im Fasching. Oder des Burlins und Hannswursts seltsame Carnecals Zufälle.“ Philipp Hafner's gesammelte Schriften. Mit einer Vorrede und Anmerkungen, vorzüglich über die Oesterreichische Mundart. 1812: https://tinyurl.com/y4af6aqz


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Salopp






Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich verwendeten bairischen und alemannischen Dialekte.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache kommen aus den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine umfangreiche Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein umfangreicher Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark verwendet, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.

Hinweis: Das vom Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche Österreichische Wörterbuch, derzeit in der 44. Auflage verfügbar, dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951 und wird vom Österreichischen Bundesverlag (ÖBV) herausgegeben. Unsere Seiten und alle damit verbundenen Seiten sind mit dem Verlag und dem Buch "Österreichisches Wörterbuch" in keiner Weise verbunden.

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