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Stangeleisen, Stangleisen
Bügeleisen, Plätteisen mit erhitzbarem Stahleinsatz
Art des Eintrag: Substantiv
Kategorie: Technische Begriffe, Veraltet, Historisch
Erstellt am: 04.02.2020
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Kommentar am 04.02.2020
Gebügelt haben wir mit einem Stageleisen: den Eisenkern in der Glut erhitzt und hineingeschoben. Erst später gab es elektrische Eisen, allerdings ohne Regler.
Christa Hammerl, "Frauen der ersten Stunde". 1945 – 1955 (1978): https://tinyurl.com/vsmbkeg
Auf einem Lungauer Bergbauernhof (und mit dem "Stahel" ist wohl der Stachel gemeint):
Staheleisen, auch Stagleisen - altes Bügeleisen, das durch einen im Feuer zum Glühen gebrachten Eisenstab (Stahel, Stagl) erhitzt wurde
Maria Schuster, "Arbeit gab's das ganze Jahr" (2001):https://tinyurl.com/sal9l3z
Im Donauraum:
Auch die üblichen Stageleisen, die mit einem glühend gemachten Stahlkörper geheizt wurden, waren in Verwendung.
Helene Grünn, "Wäsche waschen". Volkskunde aus dem Lebensraum der Donau (1978): https://tinyurl.com/tdfnh49
Kommentar am 04.02.2020
Bügeln mußte man entweder mit einem Holzkohleneisen oder mit einem Stageleisen; mir war das erstere lieber, da die Hitze länger anhielt.
Im Winter, wenn ohnehin den ganzen Tag der Herd geheizt wurde, benützte man das Stahleisen. In seinem Inneren befand sich ein Eisenklotz in der Form des Bügeleisens. Ein Loch im Stagel ermöglichte es, ihn mit dem Schürhaken in den Ofen zu legen. Wenn er glühte, holte man ihn heraus und schob ihn in das Bügeleisen. Es war eine Sache der Übung und der Schnelligkeit, bei dieser großen Hitze die Wäsche nicht zu verbrennen.
Viktoria Arnold, „Als das Licht kam“. Erinnerungen an die Elektrifizierung (1986): https://tinyurl.com/rs85p7a
Foto eines Stagel- bzw. Stacheleisens mit dem Loch im Eisenklotz: https://tinyurl.com/scnxykq
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