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Wichtigmacher , der

Wichtigtuer


Art des Eintrag: Substantiv

Erstellt am: 14.03.2020

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Kommentar am 14.03.2020
Während das Verb allgemein gebräuchlich ist, gilt nicht nur nach DUDEN:

Wichtigmacher, der Gebrauch: österreichisch Bedeutung: Wichtigtuer
Duden: https://tinyurl.com/rl88uze
Oder aus einem E-Wörterbuch (Collins) Wich•tig•ma•cher (Aus) m(f) : (pej.) pompous ass or idiot Und, wie nennen sie dich? Wichtigmacher? - Now, what do they call you, busybody? In Deutschland kennen den Wichtigmacher laut DWDS die Berliner Zeitungen gar nicht, sehr selten taucht er in der Hamburger ZEIT auf. Erstaunlich: 8 der ingesamt 10 angeführten literarischen Verwendungen stammen von Kurt Tucholsky, eine ist von Lion Feuchtwanger, eine von Karl Kraus:
Bekannter Wichtigmacher, gibt sich jetzt aus für intim mit Reitzes.
Die FACKEL (1916): https://tinyurl.com/yx2m7zgs


Kommentar am 14.03.2020
"pejorative" = ‚abwertend, abschätzig’; beim Googeln stößt man dabei rasch auf Politiker:
Noch wird der Präsident (Sarkozy) , dem der Ruf anhaftet, „hyperaktiv“ zu sein, zum Teil als „Wichtigmacher“ dargestellt.
Die Presse (9.7.07): https://tinyurl.com/wcjrgnt
Europawahl zwischen einem Lügner und einem Wichtigmacher Die Spitzenkandidaten der Europawahl sind nicht eben rasend überzeugend: Jean-Claude Juncker und Martin Schulz. Der erste hat’s nicht so mit der Wahrheit, der zweite ist ein Wichtigtuer.
ORTNER ONLINE, Zentralorgan des Neoliberalismus:https://tinyurl.com/tspovc9


Kommentar am 04.04.2020
Auch der jetzige ev. Bischof hatte mit unangenehmen Wichtigmachern zu tun:
Wichtigmacher hat es immer schon gegeben. Auch falsche Gerüchte wurden wohl immer schon verbreitet.(...) Um den Gerüchten ein bisschen mehr Glaubwürdigkeit zu geben, leitet man sie dann mit dem Satz, "hat mir mein Nachbar erzählt", oder "hab ich selbst erlebt" ein.
ORF Zwischenruf:https://tinyurl.com/vod4ht8


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Wichtigmacher






Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und des Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich verwendeten bairischen und alemannischen Dialekte.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache kommen aus den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein großer Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; manche dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch verschiedene regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.

Hinweis: Das vom Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche Österreichische Wörterbuch, derzeit in der 44. Auflage verfügbar, dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951 und wird vom Österreichischen Bundesverlag (ÖBV) herausgegeben. Unsere Seiten und alle damit verbundenen Seiten sind mit dem Verlag und dem Buch "Österreichisches Wörterbuch" in keiner Weise verbunden.

Unsere Seite hat auch keine Verbindung zu den Duden-Nachschlagewerken und wird von uns explizit nicht als wissenschaftliches Werk betrachtet, sondern als ein Gemeinschaftsprojekt aller an der österreichichen Sprachvariation interessierten Personen.