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poldihuberisch, poidihuabarisch

Resultat einer wienerischen Bemühung, sich in deutscher Hochsprache auszudrücken


Art des Eintrag: Adjektiv

Kategorie: Humorige Bezeichnungen

Erstellt am: 18.03.2020

Bekanntheit: 0%

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Kommentar am 18.03.2020

"keinstenfalls" klingt poldihuberisch.
Wiener Zeitung, 6.11.12: https://tinyurl.com/wswflr3
[quote; Wikipedia Archiv 2014: https://tinyurl.com/wdodlda]Klingt irgendwie nach Wiener oder Niederösterreicher, der versucht, schriftdeutsch zu reden. Sowas wie Poldihuberisch - RobTorgel[/quote]
Poldi-Huberisch – boedi-huawarisch oder boedihubarisch (n.) eine Art »Kunst-Hochdeutsch«, entstehend beim krampfhaften Bemühen von normalerweise nur Dialekt Sprechenden sich auf Hochdeutsch zu artikulieren - vor allem unter Fußballern und Politikern verbreitet.
W. Teuschl, Wiener Dialekt Lexikon: https://tinyurl.com/qjwj6uq


Kommentar am 18.03.2020
Bei uns zuhauß in Eltarnhauß tuen die frehlichen Weihnachten immar recht frehlich varlauffen. Dar liebe Vatta sagt zu mir und mein Brudarn Ferl schon meisten fier Wochen bevur die feuerlichen Werter: „Rotzbuam, ös elendige, verdammte! Auf die heurigen Weihnachten heuer könnz enk gefreuen!" Mit diesen Worten wird Poldi Huber, „Schieler der IV.b Glasse in Ottakring", von seinem Vater bedacht.
Wiener Zeitung, 4.12.10, Austria-Forum: https://tinyurl.com/te8hkgm
Poldi Huber war Dr. Robert Weils populärste Figur, und die Ausdrucksweise eines Wieners, der unablässig bestrebt ist, „schön“ zu sprechen, hat als Poidihuabarisch Eingang in den Dialektwortschatz gefunden.

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poldihuberisch, poidihuabarisch






Österreichisches Deutsch definiert die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und des Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich benutzten bairischen und alemannischen Dialekte.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache kommen aus den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine erhebliche Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe zu verwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch verschiedene regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.

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