Dein Österreichisches Wörterbuch

Umalafa , der

Vagabund, Bettler


Art des Eintrag: Substantiv

Erstellt am: 26.08.2020

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Kommentar am 26.08.2020
Im Abschnitt "Erklärungen der Schreibweise in 'Tannenharz und Fichtennadeln' " listet Peter Rosegger auch den/die

Umalafa, Landstreicher.
Peter Rosegger, Tannenharz und Fichtennadeln. Geschichten, Schwänke, Skizzen, 1870:https://tinyurl.com/y6plygbw
Mehr als ein Jahrhundert danach meint Hans Viertler:
Von einem Umalafa (Bettler) könnte der Text zum in Kärnten gerne gesungenen Lied stammen: “In Straßburg is Betteln verboten, in Gurk, das geben s’ nix her, in Weitensfelds fressen s’ all’s selber, drum reckens’ die Schmerbäuch so her“
Hans Viertler, Über Gaunerzinken, Kulturdenkmäler in Kärnten, 2009: http://tinyurl.com/kbzaabf


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Umalafa






Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache kommen aus den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Monarchie entlehnt. Eine erhebliche Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein großer Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; manche dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch verschiedene regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark verwendet, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.

Hinweis: Das vom Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche Österreichische Wörterbuch, derzeit in der 44. Auflage verfügbar, dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951 und wird vom Österreichischen Bundesverlag (ÖBV) herausgegeben. Unsere Seiten und alle damit verbundenen Seiten sind mit dem Verlag und dem Buch "Österreichisches Wörterbuch" in keiner Weise verbunden.

Unsere Seite hat auch keine Verbindung zu den Duden-Nachschlagewerken und wird von uns explizit nicht als wissenschaftliches Werk betrachtet, sondern als ein Gemeinschaftsprojekt aller an der österreichichen Sprachvariation interessierten Personen.