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Etikette , die

das Etikett


Art des Eintrag: Substantiv

Erstellt am: 30.04.2021

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Kommentar am 30.04.2021
Ein vermeintlicher Fehler im Roman "Tristan da Cunha oder die Hälfte der Erde" des Tirolers Raoul Schrott hat mich zu diesem Worteintrag gebracht, denn da las ich: "

Wie in einer am Briefkopf irgendeines Hotels aufgedruckten Ansicht oder [b]der Etikette einer Bouteille[/b] scheint in ihr die Zeit angehalten
Raoul Schrott (* 1964 in Landeck, Tirol), Tristan da Cunha oder die Hälfte der Erde, München 2003: https://tinyurl.com/rrhju3w5
. Eine peinliche Verwechslung? Doch wie sollte ein angesehener Literaturwissenschaftler wie Raoul Schrott [i]die Etikette[/i] und [i]das Etikett [/i] nicht auseinander halten können, und wenn - arbeiten die Lektoren eines angesehenen Verlages wie Hanser so schlampig? Ein Rätsel!

Kommentar am 30.04.2021
Des Rätsels Lösung bringen die Wörterbücher: Das offizielle Österr. Wörterbuch hat einen Eintrag: "[b]Etikett das = Etikette die,[/b] -/-n (fr): Schildchen [mit Aufschrift]" Duden online hat 1 Eintrag zu „[b]Etikett, das[/b]“ und 2 Einträge zu „ [b]Etikette, die[/b]“. Einer der beiden Letzteren ist [Duden: https://tinyurl.com/yd6899n8] Ettikette, die Wortart. Substantiv, feminin Gebrauch. schweizerisch, österreichisch, [b]sonst veraltet[/b] Synonyme zu Etikette: Etikett, Aufklebeetikett, Aufkleber, Aufklebezettel[/quote] Aha! Allerdings ist mir auch in Österreich die dort angeblich nicht veraltete feminine Form bisher nie untergekommen!

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Etikette






Österreichisches Deutsch definiert die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und des Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich genutzten bairischen und alemannischen Dialekte.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Monarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein umfangreicher Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch verschiedene regionale Dialektformen, hier im Besonderen bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.

Hinweis: Das vom Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche Österreichische Wörterbuch, derzeit in der 44. Auflage verfügbar, dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951 und wird vom Österreichischen Bundesverlag (ÖBV) herausgegeben. Unsere Seiten und alle damit verbundenen Seiten sind mit dem Verlag und dem Buch "Österreichisches Wörterbuch" in keiner Weise verbunden.

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