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Heidel, Heidl

Wiege


Art des Eintrag: Substantiv

Erstellt am: 01.08.2021

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Kommentar am 01.08.2021
Aus einer oberösterreichischen Erzählung:

[quote: Maria Spanitz, „D ’ Aniweigt.“, ZS f. österr. Volkskunde 2. Jg (1896): https://tinyurl.com/z6bfk6dk]. .. da hat er halt a Menge Schuldn am Hof g ’habt. Und ma woas scho, wia letz’s Abzahln is, wann weng eingeht und alle dammlang a Wuzlkind ins [b]Heidl[/b] kimmt. Siebzehn Kinda hat mei arma Muada tragn müassn … d’ Wuzlkinder san halt alle Jahr ag’ruckt kuma, [b] ’s Heidl [/b]ham ma gar nöt am Bodn aufiz’stelln braucht.
Maria Spanitz, „D ’ Aniweigt.“, ZS f. österr. Volkskunde 2. Jg (1896): https://tinyurl.com/z6bfk6dk
Zum "Heidl" gibt's dann das Verb "heidln" = wiegen zur Beruhigung des Säuglings: " d’ Seff hat g ’flickt und dö kloanere hat ’s Wuzlkind [b]g’heidlt[/b], dass an Fried geit. "

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Heidel, Heidl






Österreichisches Deutsch definiert die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache kommen aus den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Monarchie entlehnt. Eine umfangreiche Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein großer Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; manche dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe zu verwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch verschiedene regionale Dialektformen, hier im Besonderen bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.

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