Dein Österreichisches Wörterbuch

Raupfang , der, -s, Umlaut , (-e)

Schornstein


Art des Eintrag: Substantiv

Erstellt am: 30.03.2022

Bekanntheit: 0%

Beurteilung: 0 | 1

Kommentar am 30.03.2022
Eine Weile rätselte ich, was da wohl gemeint sein mochte:

die Falotten ham ihm um den Raupfang gebunden gehabt und san einfach furtgangen .
A.. Svitavsky, Inspektor Pinagls Abenteuer ():https://books.google.at/books?id=emLZAAAAMAAJ&q=Raupfang&dq=Raupfang&hl=de&sa=X&ved=2ahUKEwii5s-t6_f1AhVxsYsKHd4QBqgQ6AF6BAgJEAI
Doch dann stieß ich auf:
Schön, was habn denn dir dö zwa alden Raupfangtaubn tan?“ Den Ausdruck „Rauchfangtaube“ habe ich schon einmal gehört. Es bedeutet soviel wie „Krähe“. Es handelt sich also um Krähen?
Brigitte Pohl, „Fastnacht der Dämonen. Erlebnisse einer Wienerin“ (1963): https://books.google.at/books?redir_esc=y&hl=de&id=5xsRAQAAIAAJ&dq=Brigitte+Pohl%2C+%E2%80%9EFastnacht+der+D%C3%A4monen.&focus=searchwithinvolume&q=Rauchfangtaube


Kommentar am 14.04.2022
Zur [b]Raupfångtaubn[/b] fragt ein Döblinger “Heimatforscher aus Leidenschaft“:
wie soll schon jemand aussehen, der beim Rauchfang ist, schmutzig, schon fast ein bisschen abstoßend?
Scherz-, Schmäh-, Spott-ABC , Döblinger Extrablatt:https://wwwdöbling-wxa.com/data/documents/Scherz-Schmaeh-nicht-fertig-2.pdf


Kommentar am 29.04.2022
Die Kirche interessiert ihn nicht besonders, aber: "Omi, dort raucht's! Ist das ein Raupfang?"
Roswitha Gullner, Der Klopfer (2008): https://books.google.at/books?id=5beYHLWzUXYC&pg=PA17&dq=Raupfang&hl=de&sa=X&ved=2ahUKEwijquny8Pf1AhWOuosKHSxZA-YQ6AF6BAgGEAI#v=onepage&q=Raupfang&f=false


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Raupfang






Österreichisches Deutsch definiert die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich genutzten bairischen und alemannischen Dialekte.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache kommen aus den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Monarchie entlehnt. Eine umfangreiche Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein umfangreicher Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier im Besonderen bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark verwendet, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.

Hinweis: Das vom Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche Österreichische Wörterbuch, derzeit in der 44. Auflage verfügbar, dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951 und wird vom Österreichischen Bundesverlag (ÖBV) herausgegeben. Unsere Seiten und alle damit verbundenen Seiten sind mit dem Verlag und dem Buch "Österreichisches Wörterbuch" in keiner Weise verbunden.

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