Dein Österreichisches Wörterbuch

Almsudl , die

Gespenst auf der Alpe


Art des Eintrag: Substantiv

Erstellt am: 18.05.2022

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Kommentar am 18.05.2022
Aus Südtirol:

Oft schon wurde in der Gegend von der Almsudl erzählt, und eines Tages machten sich zwei Burschen auf den Weg, weil sie wissen wollten, ob etwas Wahres dran war, dass nach der Almabfahrt hier die Almsudl einzog.
Wolfgang Morscher, ‎Berit Mrugalska, Die schönsten Sagen aus Südtirol (2012): https://books.google.at/books?id=C9x2DwAAQBAJ&pg=PT27&dq=Almsudl&hl=de&sa=X&ved=2ahUKEwjnh-uKqOn3AhXTFXcKHX1mD6sQ6AF6BAgHEAI#v=onepage&q=Almsudl&f=false


Kommentar am 18.05.2022
Auch elbische Züge finden sich. So sind die mannigfachen Erzählungen , wo der Almbutz , ein untreuer Senner oder eine betrügerische Almsudl , ein mächtiges, zerstörendes Unwetter über die Alm schicken. Das sind Verschmelzungen mit Naturwesen .
Anton Renk. Der Tod in den Alpen, Innsbruck 1900: https://books.google.at/books?id=7QQOAQAAIAAJ&printsec=frontcover&hl=de#v=onepage&q=Almsudl&f=false


Kommentar am 24.05.2022
Es gibt’s auch ihn, [b]den[/b] Almsudl, allerdings nur im Titel der Sage. Dann ist’s „ein altes Weibchen", und schließlich ist die Almsudl weg:
[b]Der Almsudl[/b] auf der Vivanna . Zwei Stunden von Graun über dem Endkopf im Gebiete der „ Frauenpleiße “ , wo die Seligfräulein wohnten , liegt die Grauneralpe , die auch Vivanna heißt , …. Puff! schoss er hinunter ... und husch war alles verschwunden. Von der Almsudl war auch nichts mehr zu sehen, aber das Mus lag im Feuer und roch wie Rossgagg'l. Der Schütz machte sich aus dem Staub talab, die Wilderei war ihm vergangen.
Ritter von Alpenburg, Mythen und Sagen Tirols, 1857: https://tinyurl.com/9yzhh86a


Kommentar am 24.05.2022
Ein maskuliner Almsudl, der eine Sennerin war und als Sennerinnengespenst wirken muss. Hier blieb das weibliche Gespenst blieb aber ein Maskulinum:
[b] Der Alm-Sudl[/b] von Taranton […] Die Dirn soll mit einem Melcher gemeinschaftlich das Bubenstück vollführt haben, und nun müssen beide dafür büßen. Sie wurde [b]zum Alm-Sudl[/b], und der Melcher zu einem Kasermanndl.
Ritter von Alpenburg, Mythen und Sagen Tirols (1857): https://tinyurl.com/3ys5e25v


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Almsudl






Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich verwendeten bairischen und alemannischen Dialekte.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine erhebliche Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein großer Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe zu verwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch verschiedene regionale Dialektformen, hier im Besonderen bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark verwendet, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.

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