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Seiterl , das

Seidel, österr. Biermaß für 1/3 l


Art des Eintrag: Substantiv

Erstellt am: 03.02.2024

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Kommentar am 03.02.2024
Jetzt kommt das [b]Seiterl[/b] in die Mehrwegflasche. Zehn Prozent des Biers im Handel werden in 0,33-Liter-Flaschen verkauft, 130 Millionen Flaschen im Jahr, die nach einem Mal Trinken eingeschmolzen werden - das soll sich ändern.(Salzburger Nachrichten, 2.Feb. 2024)

Kommentar am 03.02.2024

Seidel, Seiterl, Seidl, Seitl - Wie denn nun und vor allem wie viel ist drin? Der Duden kennt den Begriff eigentlich nur als Seidel, die anderen Ausdrücke wie [b]Seiterl[/b], Seidl oder Seitl sind aber vor allem umgangssprachlich oft präsent. Der Ursprung des Begriffes lässt sich wohl am ehesten auf das lateinische [i]situla (situlus)]/i] zurückführen, ein kleines eimerartiges Gefäß .... In der Lebensmittelkennzeichnungsverordnung LMKV der Republik Österreich von 1973 wird das Maß als ein Drittel Liter beschrieben. Historisch wurde das Seid(e)l in der österr. Monarchie als 1/4 Maß, also 0,353 Liter definiert, im nahegelegenen Bayern hingegen als 1/2 Maß, also 0,535 Liter, wobwwi sich hier bereits das Maß deutlich unterscheidet: Laut königlich-bayerischer Gesetzgebung von 1869 hatte das Maß 1,069 L, in Österreich aber 1,415 L. Genau aus diesen Regelungen ergeben sich die Missverständnisse von heute.
Bierkennzeichen.at


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Seiterl






Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und des Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich benutzten bairischen und alemannischen Dialekte.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine erhebliche Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein großer Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; manche dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch verschiedene regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark verwendet, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.

Hinweis: Das vom Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche Österreichische Wörterbuch, derzeit in der 44. Auflage verfügbar, dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951 und wird vom Österreichischen Bundesverlag (ÖBV) herausgegeben. Unsere Seiten und alle damit verbundenen Seiten sind mit dem Verlag und dem Buch "Österreichisches Wörterbuch" in keiner Weise verbunden.

Unsere Seite hat auch keine Verbindung zu den Duden-Nachschlagewerken und wird von uns explizit nicht als wissenschaftliches Werk betrachtet, sondern als ein Gemeinschaftsprojekt aller an der österreichichen Sprachvariation interessierten Personen.