Dein Österreichisches Wörterbuch

Transdanubien

Wiener Gemeindegebiet links der Donau, also Floridsdorf und Donaustadt


Erstellt am: 03.06.2006

Bekanntheit: 100%

Beurteilung: 4 | 0

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Kommentar am 12.08.2007
in meinem Bekanntenkreis ab und an verwendet "ich muß heut Nachmittag noch nach Transdanubien"

Kommentar am 12.08.2007
Ursprünglich standen Cis- und Transdanubien für die beiden annähernd gleich großen Teile Ungarns links und rechts der Donau, wobei die Ungarn (für uns unerwartet) m. W. den "links" gelegenen Teil 'Cis' und den (uns zugekehrten) "rechts" gelegenen 'Trans' nennen. Vergleiche auch Cis- und Transleithanien für die österreichische und ungarische Reichshälfte der k. u. k. Monrarchie (der Fluss Leitha war ja früher ein Teil der österreichisch-ungarischen Grenze, da das Burgenland vor 1920 zu Ungarn gehörte und erst aus sprachlichen Gründen nach einer Volksabstimmung Österreich zugesprochen wurde. Erst später entstand 'Transdanubien' als leicht pejorative Bezeichnung für den "jenseits" der Donau gelegenen Teil von Wien, der von vielen, die rechts der Donau wohnen, als unwohnlich, oft auch fremd und unbekannt, empfunden wird, seit dort Unmassen großer Satellitenstädte mit unüberschaubaren Straßennetzen entstanden sind und die ursprünglichen Stadteile, die z. T. noch immer Dorfcharakter haben (allen voran Aspern) oder zumindest einen "Ortskern" (etwa Floridsdorf oder Kaisermühlen), langsam aber sicher "überwuchern". Der Korrektheit halber darf man hier nicht unerwähnt lassen, dass die Transdanubianer ebenso über den Zehnten Hieb (10. Bezirk) denken und das nicht zu Unrecht. Dort sieht man heute die Dörfer Oberlaa, Unterlaa und Rothneusiedl vor lauter Per-Albin-Hansson-Siedlung Ost nicht mehr. Und schöner als "der Rennbahnweg" ist diese auch nicht (und auch nicht weniger kriminalitätsgefährdet - man denke an den Kindermord, der dort passierte).

Kommentar am 12.05.2009
ich muss heute noch nach Transdanubien Der wohnt irgendwo in Transdanubien. Ich verwende den Ausdruck durch aus noch, genauso wie drüber-der-Donau :-)

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Transdanubien






Österreichisches Deutsch definiert die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich verwendeten bairischen und alemannischen Dialekte.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Monarchie entlehnt. Eine umfangreiche Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein erheblicher Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; manche dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe zu verwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch verschiedene regionale Dialektformen, hier im Besonderen bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark verwendet, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.

Hinweis: Das vom Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche Österreichische Wörterbuch, derzeit in der 44. Auflage verfügbar, dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951 und wird vom Österreichischen Bundesverlag (ÖBV) herausgegeben. Unsere Seiten und alle damit verbundenen Seiten sind mit dem Verlag und dem Buch "Österreichisches Wörterbuch" in keiner Weise verbunden.

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