Dein Österreichisches Wörterbuch

stänkern

über etwas schimpfen, nörgeln


Erstellt am: 27.06.2006

Bekanntheit: 60%

Beurteilung: 5 | 0

Kommentar am 27.06.2006
oder auch bewusst provozieren, um so ein Streit(gespräch) hervorzurufen.

Kommentar am 10.09.2006
streitsüchtig

Kommentar am 18.05.2010
Wenn hier doch argumentiert wird, dass das eigentlich ein allgemeindeutsches Wort sein soll, dann habe ich mich einmal umgeschaut und bin draufgekommen, dass OFT darunter gaaanz was anderes verstanden wird:
[http://www.labbe.de/zzzebra/index.asp?themaid=545&titelid=3512]

Kommentar am 18.05.2010
DWDS sagt, "stänkern" habe 2 Bedeutungen: *1) Gestank erzeugen: er stänkerte, indem er trockenes Laub und Unkraut verbrannte *2) salopp abwertend: Streit suchen, schüren, Unfrieden stiften: immer muß er stänkern. Die 1. Bedeutung ist, wie JoDos Link ("Furzen, das große Stänkern") hierzulande m.E. ganz ungebräuchlich, und nur die 2. Bedeutung gilt auch in Österreich, doch nur zu dieser kennt DWDS das Nomen "Stänkerei", die; -, -en. Der österr. Gebrauch von stänkern 2 weicht allerdings, soweit ich ihn kenne, vom angeführten DWDS-Gebrauch insofern ab, als mit ihm stänkern oder gegen ihn stänkern hier wohl nicht üblich ist. Man stänkert einfach, oder? Leute werden aber (bedauerlicherweise) angestänkert, nicht? Allerdings kennt Duden "jemanden anstänkern" ebenfalls und bezeichnet das als "salopp abwertend". Spez. österr. ist es also ebenfalls nicht.

Kommentar am 18.05.2010
Im Sinne des bisher Vorgebrachten: Übersetzung: provozieren

Kommentar am 19.05.2010
provozieren, Streit suchen - i gräu vom Schdräd suachn ned gean owa.

Um neue Kommentare einzufügen oder an einer Diskussion teilzunehmen, einfach auf das Österreichische Volkswörterbuch gehen.

stänkern






Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und des Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich genutzten bairischen und alemannischen Dialekte.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine umfangreiche Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein erheblicher Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; manche dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier im Besonderen bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.

Hinweis: Das vom Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche Österreichische Wörterbuch, derzeit in der 44. Auflage verfügbar, dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951 und wird vom Österreichischen Bundesverlag (ÖBV) herausgegeben. Unsere Seiten und alle damit verbundenen Seiten sind mit dem Verlag und dem Buch "Österreichisches Wörterbuch" in keiner Weise verbunden.

Unsere Seite hat auch keine Verbindung zu den Duden-Nachschlagewerken und wird von uns explizit nicht als wissenschaftliches Werk betrachtet, sondern als ein Gemeinschaftsprojekt aller an der österreichichen Sprachvariation interessierten Personen.