Dein Österreichisches Wörterbuch

buckeln

sich unterwürfig verhalten


Art des Eintrag: Verb

Erstellt am: 04.07.2006

Bekanntheit: 40%

Beurteilung: 3 | 1

Kommentar am 01.05.2015
Wenn Geier nur auf Männer stehen Zwar ist "buckeln" nichts spezifisch Österreichisches, doch diese Geschichte aus der Hamburger ZEIT um einen österr. Veterinärmediziner und seinen schwulen Geier ("Hans Frey musste immer buckeln, und das in der Paarungszeit bis zu zehnmal am Tag") ist das Gelesenwerden wirklich wert: [http://www.zeit.de/zeit-wissen/2005/05/Bartgeiertexte.xml]

Kommentar am 20.07.2019
Es ist ja schon gesagt worden: Spezifisch österreichisch ist das keineswegs, so wenig wie der Buckel!

So wird hinter der Fassade genau so geheuchelt und gemeuchelt, gebuckelt und gestraft wie in jeder anderen Partei auch.
Die Welt, 19.2.2001: https://tinyurl.com/y4xwtdet
Auch auf den beliebten allgemein geläufige Radfahrervergleich wurde schon verwiesen. Unrichtig zitiert wird in der „Welt“ jedoch Carl Zuckmayer:
Carl Zuckmayer, der solche Metaphorik des Zweiradfahrens literaturfähig machte: "Das ist ein Radfahrer. Nach unten tritt er, nach oben buckelt er", heißt es schon 1930 in seinem Theaterstück "Der Hauptmann von Köpenick" über einen Bürokraten.
Die Welt, 16.7.2003: https://tinyurl.com/yxfahvjt
Die Zuschreibung der Metapher allerdings zu:
Det is n Radfahrer, det is n richtiger Radfahrer, der! Nach unten tritt er - nach oben macht er n Puckel.
Zuckmayer, Der Hauptmann von Köpenick, 1930: https://tinyurl.com/y3l33cgv


Kommentar am 20.07.2019
"trifft ... zu" war oben gemeint. Wurde nicht schon beklagt, dass es keine Korrekturmöglichkeit oder Vorschau bei den Kommentaren gibt?

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buckeln






Österreichisches Deutsch definiert die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und des Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich benutzten bairischen und alemannischen Dialekte.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache kommen aus den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Monarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein großer Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier im Besonderen bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.

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