Dein Österreichisches Wörterbuch

Rexglas

Einweckglas


Art des Eintrag: Substantiv

Kategorie: Essen und Trinken

Erstellt am: 13.07.2006

Bekanntheit: 80%

Beurteilung: 10 | 0

Kommentar am 18.06.2008
Einsiedegläser der Fa. REX wurden nach dem "Anschluss" von solchen der Fa. WECK abgelöst

Kommentar am 01.09.2008
In D gibt es den schönen Ausdruck 'einwecken' für einkochen und in Gläser abfüllen.

Kommentar am 25.07.2009
Bei allem Patriotismus: der allerdings ohnehin auf einer irrigen Voraussetzung beruht:
Die vermeintlich österr. "Rexgläser" hatten einen Nachteil: Die Auflagefläche der Glasdeckel war schmäler als bei den deutschen "Weckgläsern" und die deshalb weit schmäleren Rex-Gummiringe aber rissen sehr viel leichter als die breiten Gummiringe der "Einmachgläser" von WECK, die nach dem Anschluss den Markt beherrschten - und die "Rexgummi" waren dann bald kaum mehr erhältlich, die Rexgläser zum "Einkochen" also nicht mehr verwendbar.

Kurios ist, dass sowohl REX als auch WECK deutsche Firmen waren: WECK im Schwarzwald, REX in Berlin.

Johann Weck (1841-1924) setzte das Patent des Chemikers Rudolf Rempel um und erwarb eine kl. Glashütte nahe der Schweiz .Seine Methode der Haltbarmachung ließ er unter dem Motto: "Koche auf Vorrat" durch Wanderlehrer und Hauswirtschaftslehrerinnen verbreiten.
Gustav Rex war ab 1898 ein Teilhaber des Glashüttenwerks Germania, Schweig, Rex & Co., das 1910 Teil des Glashüttenwerks Weißwasser AG in Niederschlesien wurde. Österreich bezog seine "Einsiedegläser"(= Einmachgläser) Marke REX hauptsächlich aus diesem, dem östereichischen Böhmen naheliegenden Werk, daher der bei uns gebräuchliche Name und das österr. Wort "rexen".
In Deutschland war es umgekehrt: Weck machte durch eine eigene Monatsschrift das "Einwecken" bald zu einem Begriff, der sich schließlich auf alle entsprechenden Einkochverfahren übertrug, auch wenn die Gläser und Geräte von anderen Firmen wie Wolff oder Rex stammten.

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Rexglas






Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache kommen aus den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; manche dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe zu verwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier im Besonderen bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark verwendet, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.

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