Dein Österreichisches Wörterbuch
Schotten
geräucherter Quark
Art des Eintrag: Substantiv
Kategorie: Essen und Trinken
Erstellt am: 13.07.2006
Bekanntheit: 93.3333%
Beurteilung: 3 | 0
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Kommentar am 12.05.2008
Schotten
Muss nicht geräuchert sein;
in Kärnten zumeist ein besonders gereifter Topfen/Quark
Kommentar am 12.05.2008
Habe folgendes gefunden:
Zieger oder Schotten: Bei der Klarmolkeherstellung, bei der die Molke kurz aufgekocht wird, fällt ausgeflocktes Eiweiß an. Dieser "Zieger" wird überkühlt abgeseiht. Er ist sehr trocken und kann für verschiedene Lebensmittel und Rezepte verwendet werden.
[http://wiki27.parsimony.net/cgi-bin/wiki/program/db-view.cgi?wiki66690;SahneRahm]
Außerdem wird der vom "Tira mi su" bekannte Mascarino auch Rahmschotten genannt.
[http://www.handelszeitung.at/ireds-227.html]
Kommentar am 24.03.2010
3x Schotten:
Die Almmilch wird in den kleinen Almsennereien - erfreulicherweise auch heute noch, und das ist die große Attraktion für den Alm- und Bergwanderer - zu Butter, Käse und Schotten (auch Ziger genannt) verarbeitet.Austria-Lexikon: Die Almkäserei
[http://tinyurl.com/ybo29jp]
Schweizer (Swissinfo.ch) wissen hingegen:Die Zigersennen auf den Glarner Alpen erhitzen frische entrahmte Milch im Kessel auf gut 90 Grad. Dann wird langsam eine Milchsäure-Kultur eingerührt, die Milch scheidet in Ziger und Schotte. Der frische Ziger wird in flachen Becken (Gebsen) gesammelt, gärt und reift 4 bis 12 Wochen, bevor er ins Tal gelangt.
Aus dem Jahr 1798:
Der Schotten, des -s, oder auch, wie in einigen Gegenden üblich ist, die Schotten, sing.,
ein vorzüglich im Oberdeutschen gangbares Wort, die Molken, oder den übrig bleibenden wässerigen Theil von der gekäseten Milch zu bezeichnen.
In andern Gegenden pflegt man den geronnenen Theil der Milch `Schotten´ zu nennen; zu Schotten werden, gerinnen.
Woraus erhellet, daß dieses Wort zu `schütten´ gehöret, so fern es `gerinnen, sich scheiden´, bedeutet, von welchem letztern es in dieser Bedeutung das Intensivum ist.
Quelle: Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, Band 3. Leipzig 1798, Sp. 1638-1639.
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