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keinen Tau von etwas haben

keine Ahnung von etwas haben


Art des Eintrag: Wendung

Erstellt am: 13.07.2006

Bekanntheit: 100%

Beurteilung: 4 | 0

Kommentar am 11.07.2016
Standard in at: keinen Tau (von etwas) haben Gemeindeutsch: keine Ahnung haben Standard in ch: keinen Hochschein haben (VWB S. 352) .

Kommentar am 12.07.2016
Die Redensart "keinen Tau haben" für "keine Ahnung haben" geht auf das mittelhochdeutsche und althochdeutsche Wort "tou" (m) zurück. Das war die Bezeichnung für benötigtes Werkmaterial wie Faden zum Nähen oder Seilmaterial zum Knüpfen. Ohne Tau oder eben Werkmaterial hat man keine Ahnung, wie man weiterarbeiten soll. (z. T. nach: Philosophische_Werkstatt_1070_Wien_Artikel_Masken_Maschinen_Schauspiel.html) Der seemännische Begriff "Tau" (n) in der Bedeutung "geschlagenes oder geflochtenes Seil" ist heute gemeindeutsch. (Wikipedia) .

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keinen Tau von etwas haben






Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich benutzten bairischen und alemannischen Dialekte.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache kommen aus den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Monarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein erheblicher Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier im Besonderen bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark verwendet, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.

Hinweis: Das vom Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche Österreichische Wörterbuch, derzeit in der 44. Auflage verfügbar, dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951 und wird vom Österreichischen Bundesverlag (ÖBV) herausgegeben. Unsere Seiten und alle damit verbundenen Seiten sind mit dem Verlag und dem Buch "Österreichisches Wörterbuch" in keiner Weise verbunden.

Unsere Seite hat auch keine Verbindung zu den Duden-Nachschlagewerken und wird von uns explizit nicht als wissenschaftliches Werk betrachtet, sondern als ein Gemeinschaftsprojekt aller an der österreichichen Sprachvariation interessierten Personen.