Dein Österreichisches Wörterbuch

Seicherl , das

ängstlicher Mensch


Art des Eintrag: Substantiv

Erstellt am: 11.02.2005

Bekanntheit: 98.3333%

Beurteilung: 16 | 0

Kommentar am 23.07.2007
Die Übersetzungen gehören eigentlich vertauscht - zuerst die direkte, dann die abgeleitete

Kommentar am 13.05.2008
Bedeutung (2) gelöscht, entspricht Eintrag
Seicherl

Kommentar am 22.08.2008
Herr Seicherl In den 30erJahren gab es in der Wiener "ArbeiterZeitung" einen sehr beliebten Comic Strip (hieß damals sicher anders) den "Herrn Seicherl" mit seinem Hund und den "Herrn Surminger". Seicherl, das Urbild des ängstlichen, politisch unzuverlässigen Opportunisten (der "Vater" von Qualtingers "Herrn Karl") auf den Weg in den Faschismus. Ein Seicherl eben! Jetzt stellt sich die Frage, was war vorher da: Das Wort oder die Figur? Nach etwas Suchen: [http://www.zur-wurst.at/index.php?option=com_definition&Itemid=109&catid=56&func=display&search=seicherl&search_type=1]

Kommentar am 11.11.2009
Seicherl (1) und (2)
Franzl kommt heulend aus der Schule: "Der Kathechet håt mi gwatscht!" Vater empört: "Unglaublich! Wieso denn?" Franzl: "Wia ´r mi gfråg´ håt, was uns Gott der Herr bedeutet, hån I gsågg, Gott is a Seicherl." Pantsch, schon hat er die nächste Ohrfeige, und der Vater brüllt: "Du Rotzer, du! Wie kannst du Gott ein Seicherl nennen, wo er doch unser aller Schöpfer ist! Franzl plärrt noch lauter: "I hån jå gwisst, dåss er wås aus der Kuchl is!"

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Seicherl






Österreichisches Deutsch definiert die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache kommen aus den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; manche dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch verschiedene regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.

Hinweis: Das vom Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche Österreichische Wörterbuch, derzeit in der 44. Auflage verfügbar, dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951 und wird vom Österreichischen Bundesverlag (ÖBV) herausgegeben. Unsere Seiten und alle damit verbundenen Seiten sind mit dem Verlag und dem Buch "Österreichisches Wörterbuch" in keiner Weise verbunden.

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