Dein Österreichisches Wörterbuch

Tinnef

wertlos


Erstellt am: 13.08.2006

Bekanntheit: 70%

Beurteilung: 4 | 3

Kommentar am 12.03.2010
Kein Austriazismus
"Auf Verfolgungstechniken, rote Fähnchen hier und Dringend-Markierungen dort kann man getrost verzichten, denn dergleichen ist technischer Tinnef."
Quelle: E-Mail-Knigge der FAZ, [http://bit.ly/3UvrBY]

"Einige jiddische Ausdrücke sind im Ruhrgebiet ebenfalls alltäglich. "Tinnef" für billigen Kram, "Gannef" für Schlitzohr oder Gauner. "Masel" oder, wie hier meist geschrieben, "Massel" widerfährt einem, wenn man in einer Sache Glück gehabt hat. Und ich habe selten den Begriff "Chuzpe" für "Dreistigkeit" oder "Unverschämtheit" so oft gehört wie hier im "Revier"."
Quelle:[http://www.ciao.de/Ruhrpott_Dialekt__1104512]

Kommentar am 20.10.2014
Fehleintrag! Gesamtdeutsch gebrauchter Begriff aus dem Jiddischen:

»... über Lucke: "Der spinnt hochgradig. Wir behandeln die AfD wie jede andere Partei. Was Herr Lucke erzählt, ist absoluter Tinnef
DIE ZEIT (17.09.2013):http://www.zeit.de/politik/deutschland/2013-09/afd-lucke-forsa-landgericht-koeln
» Aber das waren, wie gesagt, nur die Anzeigen, jeden zweiten Mittwoch oder Dienstag, und der Rest war schlicht und einfach Tinnef
Jurek Becker, „Jakob der Lügner", Berlin 1969:
»die Silberflotte der Spanier wird zur Ernährungsgrundlage englischer Piraten . Langfristig etabliert sich der sogenannte Dreieckshandel : Von Europa mit Glasperlen und Tinnef nach Afrika, um Sklaven zu kaufen oder zu jagen, mit den Sklaven zu den Plantagen und Minen in Amerika... .«
Dietrich Schwanitz, „Bildung“ (1999):https://tinyurl.com/ybe3bn36


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Tinnef






Österreichisches Deutsch definiert die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und des Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich genutzten bairischen und alemannischen Dialekte.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Monarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein erheblicher Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.

Hinweis: Das vom Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche Österreichische Wörterbuch, derzeit in der 44. Auflage verfügbar, dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951 und wird vom Österreichischen Bundesverlag (ÖBV) herausgegeben. Unsere Seiten und alle damit verbundenen Seiten sind mit dem Verlag und dem Buch "Österreichisches Wörterbuch" in keiner Weise verbunden.

Unsere Seite hat auch keine Verbindung zu den Duden-Nachschlagewerken und wird von uns explizit nicht als wissenschaftliches Werk betrachtet, sondern als ein Gemeinschaftsprojekt aller an der österreichichen Sprachvariation interessierten Personen.