Dein Österreichisches Wörterbuch

Pitralon , das

Inbegriff des penetranten Herrenparfüm/Rasierwasser-Duftes


Art des Eintrag: Substantiv

Erstellt am: 01.09.2006

Bekanntheit: 33.3333%

Beurteilung: 3 | 2

Kommentar am 01.09.2006
ist eine Marke die es auch in D gab

Kommentar am 10.11.2007
Das Wort ist außerdem gleich für zwei Klassiker gut: 1) Sagte dereinst Farkas: "Kennst du ein Sprichwort, wo ein Rasierwasser vorkommt?" - "Nein." - "Undank ist des Lebens bittra Lohn" 2) EAV: Ich betrete voll Elan den Tanzsalon, eingehüllt in eine Wolke Pitralon, weil es bei den Mädels[1] tilt is, wenn man riecht als wie ein Iltis. [1] Dieses bundesgermanische Einsprengsel ist vielleicht ein Makel, der nicht hätte sein müssen. Aber "Jungs" und "Mädels" setzen sich halt auch bei uns immer mehr gegen die Madln und Buam durch. Vielleicht heißt es in der Sportreklame auch schon bald: "Servas die Wadls".

Kommentar am 14.02.2014
Auch wenn die hier genannte web-Seite - [http://www.seltene-duefte.de/xt/de/duefte-parfuem/pitralon]
mit ihrem Titel etwas anderes besagt, so selten war der Pitralon-Duft in der ehem. DDR nicht.
Zur Historie des männlichen Duftwässerchen steht hier:
"Pitralon ist bekannt als eine Marke für Rasierwasser. Den Ursprung hat dieses Produkt in Dresden. Dort wurde von Karl August Lingner Pitralon als antiseptisches Rasiertonikum Anfang des 20. Jahrhunderts entwickelt und als Marke eintragen. Pitralon wurde zu einem bekannten After Shave. Pitralon wurde besonders wegen des sehr intensiven, schweren Geruchs bekannt. Dieser wurde aber dann ende der 70er Jahre geändert da er nicht mehr dem Geschmack der Zeit traf. In der DDR wurde in den ehemaligen Leowerken in Dresden Pitralon nach dem Originalrezept bis zum Jahre 1990 hergestellt. Nach der Wiedervereinigung wurde dieses Rasierwasser in der Bundesrepublik Deutschland wurde bei der Firma Lingner & Fischer wieder ein Rasierwasser unter dem Namen Pitralon hergestellt, welches im Wesentlichen der originalen Rezeptur entsprach. Dann wurde der Vertrieb von Pitralon um weitere Produkte wie Pre Shave und anderen After Shave Sorten erweitert und von Sara Lee übernommen. Ab diesem Zeitpunkt gab es wieder vereinzelnt in Deutschland Händler, die Pitralon im führten. In Österreich und der Schweiz hingegen wurde das produkt wesentlich mehr konsumiert (Anm. Compy: mehr als in D).
Das heute unter der Marke Pitralon vertriebene Rasierwasser (After Shave) Classic ist mit natürlichem Zedernöl, welches die Haut pflegt und belebt. Der bekannte würzig herbe Duft rundet diesen klassiker ab. Derzeit werden unter der Bezeichnung Pitralon 3 verschiedene After Shave angeboten. Das "Classic", "Polar" und "Pure" sowie ein Pre Shave für vor der Elektro-Rasur. "Genießen Sie einen Klassiker" mit dem unverwechselbaren Duft.""

Kommentar am 18.02.2014
Weg damit. Österreich war nur ein Nebenschauplatz! Comby hat's gerochen. * Otto Walkes reimte: »Klosterfrau Melissengeist oder wie der Stoff sonst heißt, Kölnisch Wasser, Pitralon, wir rülpsen nicht, wir kotzen schon«. (aus „Grund zum Feiern oder Affentittengeiler Song",
[https://www.youtube.com/watch?v=dkz_w1kLBYs] ca. 2:12 )

* „Die Kassierer“, Punkband aus Bochum-Wattenscheid, brüllten 1999: »Von weitem, ja, da riech ich dich schon, du stinkst penetrant nach Pitralon. betrittst du den Raum, is's, als wär jemand gegangen oder hätte sich jemand aufgehangen «. (Anzuhören im Song „Arm ab“, releaselyrics.com/4717/die-kassierer-arm-ab/)

* Pitralon -Werbung mit Uwe Seeler, Frage auf Cosmic.de: "Welche Melodie pfiff Uwe Seeler in der Pitralon -Werbung?"

Pitralon-Werbung mit Paul Breitner: »Es gab schon viele große Titel in seinem Leben. Aber nur ein Rasierwasser. Pitralon. Als 6-Jähriger trat er seinem ersten Verein bei. Pokale, Meisterschaften und Titel waren noch keine Themen. Bis er 1971 deutscher Pokalsieger wurde. Dann ging es Schlag auf Schlag: Deutscher Meister, Europameister und Weltmeister. So viel zum Ruhm. Seit er keinen Vollbart mehr trägt, pflegt er sich mitPitralon. Pitralon mit Zedernöl. Er kennt es von seinem Vater. ›Der wusste, was gut tut‹, sagt Paul Breitner und streicht sich zufrieden über sein gepflegtes Kinn.« (lokalkompass.de/)

* Paul Breitner dazu später in der Süddeutschen Zeitung : »1982 habe ich mir vor der WM für Pitralon den Bart abrasieren lassen. Ich weiß nicht, ob diese Aktion gut oder schlecht war, aber im Ergebnis rückte Pitralon im Aftershave-Ranking vom neunten auf den dritten Platz vor. Da frage ich doch nicht nach, ob die Werbung gut war.« (www.sueddeutsche.de 10.5.2010 )

Um neue Kommentare einzufügen oder an einer Diskussion teilzunehmen, einfach auf das Österreichische Volkswörterbuch gehen.

Pitralon






Österreichisches Deutsch definiert die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und des Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich verwendeten bairischen und alemannischen Dialekte.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache kommen aus den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine erhebliche Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; manche dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier im Besonderen bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark verwendet, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.

Hinweis: Das vom Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche Österreichische Wörterbuch, derzeit in der 44. Auflage verfügbar, dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951 und wird vom Österreichischen Bundesverlag (ÖBV) herausgegeben. Unsere Seiten und alle damit verbundenen Seiten sind mit dem Verlag und dem Buch "Österreichisches Wörterbuch" in keiner Weise verbunden.

Unsere Seite hat auch keine Verbindung zu den Duden-Nachschlagewerken und wird von uns explizit nicht als wissenschaftliches Werk betrachtet, sondern als ein Gemeinschaftsprojekt aller an der österreichichen Sprachvariation interessierten Personen.