Dein Österreichisches Wörterbuch

Knödel eintauchen in den Saft

mit Klössen auftunken die Tunke


Kategorie: Essen und Trinken

Erstellt am: 15.09.2006

Bekanntheit: 100%

Beurteilung: 2 | 0

Kommentar am 14.07.2007
Entgegen meiner Beurteilung: Das gehört doch genau umgekehrt:
Österreichisch : Saft auftunken, mit Knödel
Deutsch : mit Klössen eintauchen, in den Saft

Kommentar am 12.08.2007
@jodo, hier wage ich energisch zu widersprechen, denn mein gesamter Bekanntenkreis lacht immer wenn wir in südlich Gefilde in Urlaub fahren, und dort auf den Speisekarten manchmal Tunke lesen, angepasst an Deutschland.
Wir sagen dann immer: nix mit Saft - im Urlaub gibt es Tunke.
Es war auch bei uns früher der Brauch, dass die Bratpfanne mitten auf dem Tisch stand, damit jeder die Knödel dort eintauchen konnte, das Wort Tunke kannte ich als Kind gar nicht.

Kommentar am 12.08.2007
Was ist hier für ein Chaos? (man beachte die Wortstellung.) Auftunken kenn ich seit den 50er-Jahren, zuerst von den Großeltern, (das Kipferl habe ich in den Kakao eingetunkt) ein Tunkerl machen natürlich auch. Aber die Tunke ist mir so fremd wie Kloßbrühe. Vielleicht ist der Eintrag, so wie er angelegt ist, problematisch und könnte umformuliert werden.

Kommentar am 12.08.2007
Komisch: tunken (Verb) hab ich immer als vertraut und heimisch empfunden
Tunke (Substantiv) als fremd!
etwas eintunken (Kipferl! danke klaser, Fetzen ins Wasser, wos uandlich eintunken - ordentlich befeuchten), jemanden eintunken < anschütten. Auch die Aussprache (äe-dung´gn) lässt die Verwandtschaft zum deutschen (Stief)bruder verblassen.

Kommentar am 12.08.2007
@JoDo siehe auch den Eintrag "eintunken". Wenn Du schon "jemand eintunken" erwähnst, dann halte ich meine juckenden Finger im Zaum und warte darauf, dass Du es auch einträgst.

Kommentar am 12.08.2007
ah ja, danke für die Erinnerung klaser, das mit dem Kipferl im Gaugau kenn ich natürlich auch, aber ich hab das Kipferl eintaucht, unglaublich was hier für Kindheitserinnerungen ausgegraben werden :-) und wie unterschiedlich doch auch bei uns einige Bezeichnungen sind, auch Jodo hat in gewissem Sinn recht, tunken ist mir vertrauter als die Tunke

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Knödel eintauchen in den Saft






Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und des Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich verwendeten bairischen und alemannischen Dialekte.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache kommen aus den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein umfangreicher Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; manche dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe zu verwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier im Besonderen bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.

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