Dein Österreichisches Wörterbuch

blatteln

übel riechen


Art des Eintrag: Verb

Kategorie: Essen und Trinken

Erstellt am: 19.09.2006

Bekanntheit: 30%

Beurteilung: 4 | 2

Kommentar am 19.09.2006
mehrdeutig Zitat: "Die Viel-und Mehrdeutigkeit des Plattelns im Österreichischen ist schon überraschend.
Da kann man Schuach- und Stanaplatteln; es kann einem(!) aufblattln oder man wird aufblattlt; man kann auf den Kanten eines Blattes (oder eines Grashalmes) blatteln oder auch blätteln, aber auch > Selchfleisch kann blatteln < dann sollte man es tunlichst nimmer essen!
Wobei ich glaube, dass sich die ersten beiden "Platteln" von "platt=flach, eben" herleiten, die anderen von "(auf)blättern".
Warum das stinkende Fleisch allerdings "blättert" ist mir unklar.
[http://www.wer-weiss-was.de/theme197/article3185235.html#3187471]

Kommentar am 24.09.2007
Höfzma! Verzweifelt versuche ich dieses Wort zu dergugeln, vergebens. Allein den oben abgedruckten Text konnte ich als Beleg namhaft machen.
Sicher haben sich die hygienischen Verhältnisse in der Zwischenzeit verbessert, und Fleisch wird nicht mehr so leicht "anrüchig", aber ich versichere Euch: So haben´s bei uns vor ein, zwei Generationen noch ein angegammeltes Stück Fleisch bezeichnet - es blattelt!

Kommentar am 02.10.2007
Höfdadogern !... Dieses Wort ist mir recht gut bekannt. Es wurde gerne in dem Zusammenhang verwendet, wenn das Fleisch nicht nur schon "so" aussah, nein auch wenn es schon gar "so" roch !! LG -sh-

Kommentar am 24.03.2014
blattln Das richtige Blattln (das Kenner für eine Delikatesse halten, brr) beginnt am Knochen entlang. Schweinsbraten (Karree) blattlt gern und schnell... Mahlzeit.

Kommentar am 19.05.2016
Herzlichen Dank "Bilgelik570" für -3

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blatteln






Österreichisches Deutsch definiert die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und des Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich benutzten bairischen und alemannischen Dialekte.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine umfangreiche Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein erheblicher Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe zu verwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.

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