Dein Österreichisches Wörterbuch

Mäu

Maul


Erstellt am: 16.10.2006

Bekanntheit: 100%

Beurteilung: 4 | 0

Kommentar am 30.07.2007
Erstaunlich, dass das nahezu keiner kennt, ein Alltagswort

Kommentar am 01.08.2007
Steht wie im Hochdeutschen auch oft für "Mund" ("Mäu hoitn!" usw.") Austrospezifisches Anwendungsbeispiel "Wisch da z'eascht 's Mäu o, bevuast di zu uns am Tisch setzt." Zumindest ist mir diese Verwendung aus (hoch)deutschen Texten nicht bekannt. Da würde man "Mund" oder "Schnute" sagen. *** Übrigens geht das Hochalemannische (Vlbg, Schweiz) so weit, dass es das Wort "Mund" gar nicht kennt. Dort heißt es immer "(d)s muul" und das ist folglich dort auch nicht abwertend gemeint [vor stuune hätt si ihrs muul a halbi stund offe glaa].

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Mäu






Österreichisches Deutsch definiert die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache kommen aus den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Monarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe zu verwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch verschiedene regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark verwendet, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.

Hinweis: Das vom Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche Österreichische Wörterbuch, derzeit in der 44. Auflage verfügbar, dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951 und wird vom Österreichischen Bundesverlag (ÖBV) herausgegeben. Unsere Seiten und alle damit verbundenen Seiten sind mit dem Verlag und dem Buch "Österreichisches Wörterbuch" in keiner Weise verbunden.

Unsere Seite hat auch keine Verbindung zu den Duden-Nachschlagewerken und wird von uns explizit nicht als wissenschaftliches Werk betrachtet, sondern als ein Gemeinschaftsprojekt aller an der österreichichen Sprachvariation interessierten Personen.