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Ja͟use

die, -n

Zwischenmahlzeit, Brotzeit


Wortart: Substantiv
Erstellt von: Russi
Erstellt am: 23.05.2005
Region: Scheibbs (Niederösterreich)
Bekanntheit: 90%  
Bewertungen: 61 0

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Kommentare (12)


južina
Die Jause kommt ursprünglich aus dem slowenischen
južina = Mittagessen
pedrito 19.05.2006


Jause = Pause
Ich bin mir nicht sicher, ob "Jause" wirklich aus dem Slowenischen kommt. Es ähnelt dafür zu sehr dem deutschen "Pause". Am besten übersetzt man das ins Deutsche "Pause". Deshalb heißt die "Lila Pause" auch so. Eine Zwischenmahlzeit für die Pause (hätte man in Österreich also "Lila Jause" nennen müssen). Ebenso bekommen die Kinder in Deutschland in die Schule ein "Pausenbrot" mit, in Österreich eben ein "Jausenbrot"
drschaeffera 02.08.2006


Herkunft:
mhd. "jus" ist vom slovenischen južina = Mittagessen entlehnt.
Russi 02.08.2006


Pause = Jause ?
Diese Herkunft kann ich nirgends ableiten, speziell da die Wörter eine völlig unterschiedliche Bedeutung haben. Während die Pause eine Unterbrechung ist, ist die Jause etwas zu essen. Das Pausenbrot ist ein Brot welches man in der Pause isst, während das Jausenbrot ein Brot als Jause (und nicht etwas anderes) ist. Warum die Lila Pause so heisst müsste man bei Milka nachfragen aber hier würde ich klar sagen man will die Pause eben mit etwas von Milka füllen.
Russi 02.08.2006


Eine Jause
(auch Jausenbrot, aus dem Slowenischen južina für Mittagessen bzw. mala južina für Zwischenmahlzeit) bedeutet in Österreich eine kleine Zwischenmahlzeit – ähnlich der Brotzeit in Bayern, dem Vesper in Schwaben, der Marende in Südtirol und dem schweizerischen Znüni.
http://de.wikipedia.org/wiki/Zwischenmahlzeit
JoDo 02.01.2008


@():
Des is DEFINITIV foisch!
JoDo 02.01.2008


daß jause von pause kommt, klingt für mich eher nach volksetymologie... wie soll sich aus dem wort "pause" das wort "jause" entwickeln?
willi 01.06.2008


Jause-Jauk
Wie der mit "Südwind" zutreffend übersetzte Kärntner 'Jauk' ist auch die 'Jause' vom slaw. Stamm 'jug' = Süden (daher "Jugoslawien") abgeleitet. Mittelhochdeutsch wurde langes u zu au diphthongiert. Süden ist gleich Mittag, die 'juzina' (mit Haschek) - die 'Jausn' - war wohl das zur Arbeit mitgenommene heutige neudeutsche 'Lunchpaket'. Auch das gleichbedeutende ungarische 'uszona' ist eine Entlehnung aus dem Slawischen.
Koschutnig 01.06.2008


Das Nomen "Jause" für gmd. "Zwischenmahlzeit" (eine kleine Mahlzeit am Vormittag oder am Nachmittag) ist österreichisches Standarddeutsch.

Standard in de: das Kaffeetrinken
Standard in ch: das Znüni, das Zvieri

(Variantenwörterbuch)

Mach mal Pause für eine Jause an diesem Stause(e)!
Standard 11.05.2016


Für vormittags
empfiehlt sich ein Jausenbrot,
während nachmittags der
Jausenkaffee mit Jausengugelhupf
was ganz Feines ist.
JoDo 11.05.2016


Das slow. Nomen "júžina" bedeutet "Jause" (at) und gmd. "Mittagessen".
Standard 19.05.2016


<slowen.> južina = "Mittagessen"
Russi 09.03.2018





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Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.
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