Dein Österreichisches Wörterbuch

Haberer, der

Freund (Hebr. haber)


Erstellt am: 04.01.2007

Bekanntheit: 95%

Beurteilung: 4 | 0

Kommentar am 05.01.2007
schau doch einmal: Haberer
Haberer
Haberer

Kommentar am 06.01.2007
Haberer gibt es längst in der gleichen Schreibweise

Kommentar am 27.01.2007
siehe 7083, 42, 83, 8524, 4305

Kommentar am 16.05.2008
jiddische Haberer? Hat tatsächlich jiddisch "cháwer", richtiger: "chówer", Plural "chawéjrim" (Freund, Kamerad, Kollege), ein Wort aus dem Hebräischen, zum "Haberer" geführt?
Manchen Deutern erscheint dies als eher unwahrscheinlich.
Da war ja auch die Burschenschaft eines Ortes, die sich als "Haberer" vermummt zum "Haberfeldtreiben" - wegen der Vermummung eigentlich richtiger wohl Haberfell- (=Ziegenfell-)Treiben, einer Art moralischem Femegericht unter dem "Habermeister" - zusammenfanden.
Der Brauch wurde im 19.Jh. wegen häufiger Ausschreitungen der Vemummten verboten, das Wort "Haberer" könnte als "Kumpel" überlebt haben.

"Haber" ist der (Ziegen-)Bock, urverwandt mit lat. "caper".
vgl. oberdeutsch "Habergeiß" -
oder ist der "Haberer" am Ende halt doch jiddisch und hat mit alldem nichts zu tun?

Kommentar am 17.05.2008
Du - Koschutnig! Wenn Du mit einer noch nicht dagewesenen Herleitung aufwarten kannst, dann ist das ja schön. Aber musst Du deswegen die bisherige für "unwahrscheinlich" erklären?
P.S.: (Unter anderem auch ...) Die Mitglieder eines Kibbuz bezeichnet man als Chawerim (Einzahl Chawer)
[http://de.wikipedia.org/wiki/Chawer]
[http://www.kulturwoche.at/index.php?option=com_content&task=view&id=705&Itemid=33]
Wer weiß, vielleicht kommt das jiddische Wort ja ohnehin aus dem Deutschen, und die ganze Geschichte wäre so ähnlich wie beim Balkon, der ja auch als Balken nach Frankreich gelangte und von dort in veränderter Form reimportiert wurde ... ?

Kommentar am 17.05.2008
@ koschutnig: diese mystisch-uralt-germanische etymologie ist doch völlig absurd und steht in bester tradition der ns-volkskunde.

Kommentar am 17.05.2008
Avenarius Ganz klein wenig paradox:
Avenarius, "Kunstwart"-Herausgeber,"hat seinen Lesern den Instinkt für das Bodenständige gewahrt"(Brockhaus Bd.2[1929]),-
und jetzt verteufelt ein Avenarius eine bodenständige Deutung als "mystisch-uralt-germanisch...in bester tradition der ns-volkskunde".
Kommt mir ein klein wenig vor wie die Österreich-ist-1.NAZI-Opfer-These: "Mit denen haben wir doch GAR NIE was zu tun gehabt." :)

Kommentar am 17.05.2008
@ JoDo Koschutnig
Ist euch denn das noch nicht aufgefallen:

"Avenarius" ist lateinisch und heißt "Haberer" ;-)



Kommentar am 17.05.2008
:Haberer Stowasser: auch w i l d e r Hafer = avéna !

Kommentar am 17.05.2008
so weit habe ich es in Latein nicht gebracht, aber avēna, ae f (vgl. russ. ovës 'Hafer')
* 1. Hafer. avenae steriles, vanae Wildhafer.
* 2. übtr.
o a) Halm, Rohr. sic rustica quondam
fistula disparibus paulatim surgit avenis. -
o b) Hirten-, Rohrflöte. pl. avenae die zusammengesetzte Hirtenflöte, die Syrinx.

das hier gefunden.
[http://www.gottwein.de/dict/dict.php]

Alle Kunstwarte und Stiefneffen Richard Wagners haben es bisher noch nicht geschafft meine Beachtung zu erlangen.

Kommentar am 17.05.2008
@ koschutnig: willst mit mir über die schoah diskutieren? wirst mit die ohren schlackern, wie viel ich da weiß und für wie schuldig ich die österreicher halte: ärger gehts gar nicht mehr. und übrigens bin ich studierter volkskundler, diplom universität wien volkskunde (ethnographia europea)

Kommentar am 29.04.2011
ist der Haberer nicht auch der (manchmal etwas unseriöse) Geschäftspartner?

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Haberer, der






Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und des Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Monarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein umfangreicher Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; manche dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch verschiedene regionale Dialektformen, hier im Besonderen bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.

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