Dein Österreichisches Wörterbuch

Heferl

ängstlicher, zögerlicher Mensch


Erstellt am: 09.01.2007

Bekanntheit: 33.3333%

Beurteilung: 3 | 2

Kommentar am 09.01.2007
Gibt es schon als Häferl, und sogar mit der richtigen Bedeutung.

Kommentar am 10.01.2007
geh sei ka heferl...hat mit jähzorn meines erachtens wenig zu tun *g*

Kommentar am 11.01.2007
"Das Österr. Deutsch" u. "Sprechen Sie Wienerisch?": gleich hochgehend, leicht erregbar resp. jähzorniger, aufbrausender Mensch

Kommentar am 01.02.2007
siehe Häferlvariationen unter; 501, 590, 633, 1346, 2670, 6250

Kommentar am 01.06.2007
jähzornig stimmt "ängstlich, zögerlich" ist wohl ein schwerer Irrtum: ein Häferl (ironischer Diminutiv, quasi ein Schmäh-Understatement) ist ein kleiner Topf, und darin kocht es - bei aufgesetztem Deckel auch besonders leicht über. "Der geht auf wia a Heferl" - er "explodiert". Ängstlichkeit mag dabei, wie bei Aggression überhaupt, eine unterbewusste Rolle spielen, vordergründig/äußerlich hingegen ist das krasse Gegenteil der Fall.

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Heferl






Österreichisches Deutsch definiert die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache kommen aus den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Monarchie entlehnt. Eine erhebliche Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein großer Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe zu verwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.

Hinweis: Das vom Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche Österreichische Wörterbuch, derzeit in der 44. Auflage verfügbar, dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951 und wird vom Österreichischen Bundesverlag (ÖBV) herausgegeben. Unsere Seiten und alle damit verbundenen Seiten sind mit dem Verlag und dem Buch "Österreichisches Wörterbuch" in keiner Weise verbunden.

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