Dein Österreichisches Wörterbuch

Tschako

Kappe, Hut


Erstellt am: 08.06.2005

Bekanntheit: 94%

Beurteilung: 11 | 0

Kommentar am 19.07.2011
kommt vom ungarischen "csáko" Der Tschako ist eine militärische Kopfbedeckung von zylindrischer oder konischer Form. Während der Napoleonischen Kriege setzte sich der Tschako in fast allen europäischen Heeren als Hauptkopfbedeckung für Fußtruppen, leichte Kavallerie sowie die Artillerie durch, da er besseren Schutz als der damals übliche Filzhut bot ... Quelle: Wikipedia

Kommentar am 02.02.2018
Wir haben das aber immer für einen Papierfalthut benutzt

Kommentar am 02.02.2018
Ein Wort am falschen Ort! Der Papiertschako mag eine hübsche Kindheitserinnerung und "Tschako" (englisch "shako") überhaupt ein hübsches ungar. Wort sein, es darf aber nicht automatisch nur mit der österr.-ungar. Monarchie assoziiert werden. Die Bilder im Wikipedia-Artikel zeigen ja schnell, dass der Tschako Teil vieler europäischer Uniformen, insbes.deutscher (preußischer) war (und z.T. immer noch ist). Interessant der lange Artikel des Schlossmuseums Jever::

Tschako der preussischen Armee
Schlossmuseum Jever:https://tinyurl.com/ydg7nzbv
Hochinteressant auch der alte SPIEGEL-Artikel
Dem Tschako nicht gewachsen [...] Seine Vorgesetzten in Oldenburg blieben nach wir vor dabei, dieser sei einem Tschako nicht mehr gewachsen. Der darunter befindliche Geist habe in den langen Dienstjahren gelitten.
Der Spiegel v. 14.3.1950:https://tinyurl.com/yakcayv3
Anderes, das auf das unspezifisch Österreichische des Tschakos verweist:: * Erich Radecke: Geschichte des Polizei-Tschakos. Von der Alten Armee zur Polizei. VerlagDeutsche Polizei, Hilden/Rheinland 1981 * Major A. D.E. Wittig, „Mit Tschako und Stahlhelm." Kriegsgeschichte des Ostpr. Reserve-Jäger-Bataillons Nr. 1 (1929)

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Tschako






Österreichisches Deutsch definiert die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und des Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich verwendeten bairischen und alemannischen Dialekte.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache kommen aus den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein erheblicher Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; manche dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch verschiedene regionale Dialektformen, hier im Besonderen bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark verwendet, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.

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