Dein Österreichisches Wörterbuch

unterm Hund

schlechter als schlecht


Art des Eintrag: Wendung

Kategorie: Humorige Bezeichnungen

Erstellt am: 06.04.2007

Bekanntheit: 87%

Beurteilung: 52 | 1

Kommentar am 06.04.2007
Möglicherweise Allgemeindeutsch, trotzdem. Auf den Hund kommen ist eine Redensart mit der Bedeutung "in schlimme (äußere oder gesundheitliche) Umstände geraten". Sie bezieht sich möglicherweise auf die Kriegskasse, die zur Bezahlung der Söldner während der Kriegshandlungen mitgeführt wurden. Im unteren Teil befand sich ein Holzkästchen (der Hund), in dem die "Notreserve" aufbewahrt wurde. Wenn man also auf den "Hund kam", war die Kriegskasse fast leer.

Eine andere Version behauptet, dass auf dem Boden der Kassentruhe ein Hund - Symbol für einen Wächter - aufgemalt war. War so wenig Geld in der Truhe, dass man den Hund sehen konnte, war man "auf den Hund gekommen". Musste man die Reserve im Fach darunter angreifen, war man "unterm Hund".
[http://de.wikipedia.org/wiki/Auf_den_Hund_kommen]

Beispiel:
Deine Leistung war unterm Hund
Deine Leistung war schlechter als schlecht, inakzeptabel

Dazu folgende Anekdote:
An der Wiener Oper lieferte ein Sänger äußerst unbefriedigende Leistungen, worauf ihn der Dirigent bei einer Probe ansprach. Der Sänger replizierte: "Aber unterm Ochs (anderer Dirigent) habe ich das genauso gemacht..."

Darauf ersterer: Aber heute haben s´as unterm Hund gemacht.

Kommentar am 12.05.2016
Die Redewendung "unter dem Hund sein" für gmd. "sehr schlecht sein" ist umgangssprachlich in at, ch und de, ebenfalls "unter allem Hund sein". Sie müsste also hier gelöscht werden.

Kommentar am 09.07.2019
Ergänzung: Die ugs. Wendung "unter dem Hund sein" ist eine Redensart, nicht eine Redewendung, weil sie nicht im Wortsinn verwendet werden kann. Die Angabe "ugs., im gesamten deutschsprachigen Raum" müsste beigefügt werden.

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unterm Hund






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Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

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Außerdem umfasst ein umfangreicher Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe zu verwenden.
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