Dein Österreichisches Wörterbuch

Mascherl , das

Schleife


Art des Eintrag: Substantiv

Erstellt am: 08.06.2005

Bekanntheit: 90%

Beurteilung: 62 | 0

Kommentar am 18.10.2009
auch:" Kennzeichnung" "hat kein Mascherl":
»"CO2 hat kein Mascherl". Alle technologischen Möglichkeiten will Martin Bartenstein zur Treibhausgas-Reduktion wahrnehmen, erklärte er im STANDARD-Interview.«

»Das Geld hat kein Mascherl: Schulstartförderung und Vereinsscheck. Am 2. Juli 2008 hat der Gleisdorfer Gemeinderat einen Dringlichkeitsbeschluss ...angenommen«

»Auch wenn Strom von der Steckdose kommt und kein Mascherl hat, ...«

siehe auch Kommentar v. 26.11.08 unter dem Eintrag
Mascherl-Fliege (Kleidung):
»Mit "etwas hat kein Mascherl" meint man, daß gleichwertige, vermischbare Dinge (Geld, Getreide, Massenware, etc.) nicht individuell zugeordnet werden kann« www.ostarrichi.org/wort-9164-at-Mascherl.html -

Kommentar am 19.10.2009
@Koschutnig auch:" Kennzeichnung"
BITTE EINTRAGEN!

Kommentar am 27.06.2011
Mascherl - Schleife In diesem Zusammenhang möchte ich anmerken, dass das Synonym "Schleife" in diesem Sinne auch schon eine österreichische Spezialität ist. Genaugenommen müsste man nämlich "Schlaufe" sagen, wie es zumindest in der Schweiz auch üblich ist. Eine Schleife im eigentlichen Sinne wäre etwa ein vereistes Wegstück, auf dem Kinder gern dahinrutschen.

Kommentar am 05.07.2016
Die Bezeichnung "Mascherl" (n) für eine zur Querschleife gebundene Krawatte ist ebenfalls österreichisches Standarddeutsch. Standard in ch und de: die Fliege Standard in ch: der Schlips (VWB S: 491) .

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Mascherl






Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich genutzten bairischen und alemannischen Dialekte.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Monarchie entlehnt. Eine erhebliche Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein großer Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe zu verwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark verwendet, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.

Hinweis: Das vom Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche Österreichische Wörterbuch, derzeit in der 44. Auflage verfügbar, dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951 und wird vom Österreichischen Bundesverlag (ÖBV) herausgegeben. Unsere Seiten und alle damit verbundenen Seiten sind mit dem Verlag und dem Buch "Österreichisches Wörterbuch" in keiner Weise verbunden.

Unsere Seite hat auch keine Verbindung zu den Duden-Nachschlagewerken und wird von uns explizit nicht als wissenschaftliches Werk betrachtet, sondern als ein Gemeinschaftsprojekt aller an der österreichichen Sprachvariation interessierten Personen.