Dein Österreichisches Wörterbuch

Finanzer , der, --s, ---

Zollbeamter


Art des Eintrag: Substantiv

Kategorie: Arbeitswelt

Erstellt am: 18.12.2008

Bekanntheit: 40%

Beurteilung: 1 | 2

Kommentar am 18.12.2008
östr. ugs. "Zollbeamter" meint der RS- DUDEN, 19. Aufl., S. 266 «Es sei tatsächlich ein österreichischer Finanzer gewesen! Diese Behörde funktioniert bekanntlich außerordentlich gerne ganz autonom, und ihr heißester Wunsch sei es, wenn möglich, auch in ganz fremden Ländern Zollfunktionen auszuüben» (Fritz von Herzmanovsky-Orlando: "Das Maskenspiel der Genien")

Kommentar am 18.12.2008
so hat man bei uns die Zöllner genannt

Kommentar am 18.12.2008
Im aktuellen Online-Duden ist nichts davon zu finden ? Finanzer (Artikelvorschau)
Fi|nan|zer der; -s, - finanziere zu finanza "Geldwesen", dies aus fr.
finance, vgl. →finanz... ...

Originalbeschreibung Online-Duden
Wohingegen die Papierausgabe Zollbeamter sagt.
In dem Zusammenhang kenn ich es nicht und war noch nie in meinem Sprachgebrauch und Ohr.
Der (gern zitierte Duden) scheint sich da auch nicht ganz sicher zu sein :-)

Kommentar am 18.12.2008
Richtiger Eintrag meiner Meinung zu finden unter : Finanzler der

Kommentar am 31.10.2014

»Die Zöllner sind nirgends beliebt, und in den in Österreich schlechtweg "Finanzer" genannnten Grenz- und Finanzwacheaufsehern glaubt jeder, minderwertige Menschen erblicken zu sollen...«
Arthur Achleitner, "Der Finanzer". Erzählung vom Bodensee:http://books.google.at/books?id=upRXH15UxMQC&printsec=frontcover&hl=de#v=onepage&q&f=false
»Die Finanzer, die Zollbeamten, mussten ebenso wie die schmuggelnden Bauernburschen gute Bergsteiger sein. [...] "...Die Finanzer haben mich nie erwischt. [...] Die Finanzer, sind uns nicht nach..."«
Roland Girtler, „Abenteuer Grenze“:http://tinyurl.com/pe5v69w
»Mittwoch und Samstag fuhren wir Kinder vom Ziegelwerk allein nach Ungarn. [...] Wahrscheinlich glaubten die Finanzer, dass wir zu den Erwachsenen gehören.«
Marie Toth,"Schwere Zeiten":http://books.google.at/books?id=6AIS1LWA8xgC&printsec=frontcover&hl=de#v=onepage&q&f=false
Sie führte die Finanzer von Fensterbalken zu Fensterbalken, um ihnen die Blumenpracht zu zeigen; sie erklärte ihnen, weshalb sie im Winter Holzwolle zwischen die Fenster gab, geschmückt mit gedörrten Strohröschen und grünem Preiselbeerkraut
Claus Gatterer, Schöne Welt, böse Leut. Kindheit in Südtirol (2003):https://tinyurl.com/y8ywtzq5


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Finanzer






Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und des Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache kommen aus den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Monarchie entlehnt. Eine erhebliche Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein umfangreicher Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe zu verwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch verschiedene regionale Dialektformen, hier im Besonderen bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.

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