Dein Österreichisches Wörterbuch

Fensterbalken , der

Fensterladen


Art des Eintrag: Substantiv

Erstellt am: 07.02.2018

Bekanntheit: 100%

Beurteilung: 2 | 3

Kommentar am 07.02.2018

Da kam in einer Nacht – es war nach mehreren feuchtlauen Tagen – ein Gespenstchen an meiner Hütte vorbeigehuscht; ganz leise ächzte ein Fensterbalken, weiter nichts. Dann war es so still, dass ich in der Wand den Holzwurm nagen zu hören glaubte.
Peter Rosegger, Wildlinge (1906/2016):https://tinyurl.com/ydbtaenj
Die Sonnenstrahlen schienen durch die zwei Fenster nur gedämpft herein ... durch die Mauerschlucht der Fensteröffnungen, zu denen tiefe Fensterbalken führten. Und auf den Fensterbalken standen blühende Büschelstöcke, die auch noch das Sonnenlicht dämpften, Geranien, Fuchsien und Nelken.
Rudolf Greinz,Mysterium der Sebaldusnacht (1926/2016):https://tinyurl.com/ybvgtmax
Sie führte die Finanzer von Fensterbalken zu Fensterbalken, um ihnen die Blumenpracht zu zeigen; sie erklärte ihnen, weshalb sie im Winter Holzwolle zwischen die Fenster gab, geschmückt mit gedörrten Strohröschen und grünem Preiselbeerkraut
Claus Gatterer, Schöne Welt, böse Leut. Kindheit in Südtirol (2003/2015):https://tinyurl.com/y8ywtzq5
Man kann stundenlang durch die Altstadt bummeln, und wenn man Glück hat, bei einer Hausrenovierung einen verwitterten Fensterbalken erstehen und als Weltkulturerbe mit nach Hause nehmen
Kurier.at, 1. 10. 1999, zit. nach Ammon, Variantenwörtbuch:https://tinyurl.com/y9g8qfol


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Fensterbalken






Österreichisches Deutsch definiert die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich verwendeten bairischen und alemannischen Dialekte.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache kommen aus den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Monarchie entlehnt. Eine umfangreiche Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark verwendet, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.

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