Dein Österreichisches Wörterbuch

einmachen

einwecken


Erstellt am: 26.04.2010

Bekanntheit: 40%

Beurteilung: 2 | 3

Kommentar am 26.04.2010
Seltsamerweise wird einmachen nicht nur für das Einwecken von Obst oder Gemüse verwendet,
auch für das Einnässen bei Harn- oder Darminkontinenz ist es in Gebrauch.

Kommentar am 26.04.2010
Das Einwecken geht auf eine deutsche Erfindung zurück. Im 19.Jh. entwickelte der Chemiker Rudolf Rempel durch Gummiringe abdichtbare Gläser, in denen Lebensmittel durch Einkochen haltbar gemacht werden konnten. Johann Weck vermarktete später, nachdem er das Patent erworben hatte, diese Erfindung, die schließlich als Einweckgläser bekannt wurde.
Dennoch spricht man auch in Deutschland vom Einmachen. Das ist sicherlich regional verschieden. Aber Einmachen ist nicht nur auf Österreich beschränkt. Genauso, wie in der anderen Bedeutung des Wortes(@albertusmagnus)

Kommentar am 26.04.2010
Du - Compy: Das ´Einmachen´ für Inkontinenz heißt hier ´anmachen´,
dafür gibt´s bei uns das jemanden anmachen NICHT, hingegen sich anmachen (im obigen Sinn) schon.
Alles klar?

Kommentar am 26.04.2010
außerdem wird - unbegreiflicherweise - hierorts das genauso aus Deutschland stammende Produkt: ´Rex´ dem ´Weck´ vorgezogen.
D: einmachen/einWECKen - Ö: einREXen
Vergleiche:
Rexglas

Kommentar am 26.04.2010
bei uns wurde dazu IMMER ´einkochen´ verwendet.

Kommentar am 27.04.2010
Einmachen für Inkontinenz hörte ich zuletzt von den Krankenschwestern bei den BHB. Anscheinend differenziert man da nach
Gegebenheit: Einmachen geht ins Bett, anmachen in die Hose...

Zum anderen Einmachen: Das Rexglasl kenne ich auch als Einmachglasl, wobei ich JoDo beipflichte,
daß die Tätigkeit eher mit einrexen oder einkochen benamst wird. Beim Produkt hingegen spricht
man wieder von eingemachten Zwetschken, Kirschen etc.

Wenn einmachen auch in Deutschland verwendet wird, wäre trotzdem festzuhalten, daß einwecken
für Österreich ein Fremdwort ist.

Kommentar am 28.04.2010
Ob das eine Werbung für´s BHB war ...
Gibt´s dort zur Nachspeis EINGEMACHTES?
Abgesehen von solchen Albernheiten:
´albertusmagnus´ - Deine Unterscheidung zwischen ein- und an- nehme ich anstandslos zur Kenntnis.

Kommentar am 02.05.2010
siehe Kommentar zu "einrexen"

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einmachen






Österreichisches Deutsch definiert die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich benutzten bairischen und alemannischen Dialekte.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine erhebliche Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein umfangreicher Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; manche dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch verschiedene regionale Dialektformen, hier im Besonderen bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.

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