Dein Österreichisches Wörterbuch

herbei

näher (am Sprecher), Gegenteil von hidau


Kategorie: Zeitangaben

Erstellt am: 03.05.2014

Bekanntheit: 0%

Beurteilung: 5 | 0

Kommentar am 05.05.2014
Ist das dasselbe wie: Hibei - gleichbedeutend mit: zuwe?
Duden: "nahe bei dieser Stelle, diesem Ort, diesem Gegenstand o. Ä. hier; nahe bei der soeben erwähnten Stelle, dem soeben erwähnten Ort, Gegenstand"
Eine Aufforderung mein Auto parallel neben ein anderes zu plazieren lautete: "Stöö di hibei!"

Kommentar am 06.05.2014
Herbei verhält sich zu hĩbei wie "heraußt" zu "draußt" - es kommt darauf an, wo Du selber bist, und beide sind eine Ort-, nicht eine Richtungsangabe (was im gleichen Sinn "zuba"/"zubi" wären). (Vgl. die Erklärung bei "hibei" mit dem Ehebett, die ist super!) Wenn neben Deinem Auto rechts und links frei ist und danach kommt auf der einen Seite die Wand, könnte Einer sagen "stöö di hibei hĩ, ned headã:". Kompliziert...

Kommentar am 07.05.2014
Kompliziert: Das Prinzip ist mir schon klar! Aber, wenn
hibei
das Gegenteil von
hidau
ist, dann müsste ja "herbei" das Gegenteil von "herdau" sein ... oder?

Antwort am 27.06.2014
Gegenteil von hibei = herdau (duat hibei - do herdau; i steh oiso herdau und du stehst hibei) Gegenteil von herbei = hidau (do herbei - duat hidau; i steh oiso herbei und du stehst hidau) So ist's richtig, JoDo ;-) Die Position des Sprechers ist entscheidend.

Um neue Kommentare einzufügen oder an einer Diskussion teilzunehmen, einfach auf das Österreichische Volkswörterbuch gehen.

herbei






Österreichisches Deutsch definiert die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und des Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich verwendeten bairischen und alemannischen Dialekte.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Monarchie entlehnt. Eine erhebliche Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch verschiedene regionale Dialektformen, hier im Besonderen bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.

Hinweis: Das vom Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche Österreichische Wörterbuch, derzeit in der 44. Auflage verfügbar, dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951 und wird vom Österreichischen Bundesverlag (ÖBV) herausgegeben. Unsere Seiten und alle damit verbundenen Seiten sind mit dem Verlag und dem Buch "Österreichisches Wörterbuch" in keiner Weise verbunden.

Unsere Seite hat auch keine Verbindung zu den Duden-Nachschlagewerken und wird von uns explizit nicht als wissenschaftliches Werk betrachtet, sondern als ein Gemeinschaftsprojekt aller an der österreichichen Sprachvariation interessierten Personen.