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Saurehm , die, -, -en

hölzernes Gerüst zum Zerteilen des Schweines bei der Hausschlachtung


Art des Eintrag: Substantiv

Kategorie: Arbeitswelt, Technische Begriffe

Erstellt am: 30.11.2014

Bekanntheit: 0%

Beurteilung: 2 | 3

Kommentar am 30.11.2014
Vor dem Sautanz - mit Bild und einem Text mit falscher um-zu-Konstruktion:

»Die Saurehm: Nach dem Schlachten wurde das enthaarte Schwein mit den Hinterfüßen nach oben beiderseits in die Holzzapfen der Rehm eingehängt, um das Tier von oben nach unten in zwei Teile zu hacken.«
Wienerwald-Museum Eichgraben:http://www.wienerwaldmuseum.at/freilichtmuseum
- Grammatisch falsche Konstruktion, da das Schweinesubjekt ja kein Tier mehr hacken möcht’. Das Schwein wurde also nicht, sondern man hat es in die Rehm eingehängt, um es zu zerteilen.
»dos is ah r a gschmackigs und saftigs, schöns Hausfest, dos Tötn. D' Saurehm wird aufgstellt, der Fleischstock vürergholt aus'n Kammerl (SM Bacher: Thaya 178)«
Ferdinand Seibt, „Biographisches Lexikon zur Geschichte der böhmischen Länder Bd. 4 S. 355:http://tinyurl.com/kussm24
»Die Hausschlachtung - hauptsächlich Schweine - war ein einschneidendes Ereignis im Bauernjahr. Schon am Tag davor waren verschiedene Vorbereitungsarbeiten notwendig: Herrichten der „Schmalztesen", der Fleischtafeln, Reinigen des „Bratstockes", der „Saurehm" und des „Sautroges", Schleifen der Messer, Bereitstellen der Löffel und Ketten zum „Putzen". Die Kinder mussten das Saupech (Kolophonium) reiben.«
Heimatbuch der Marktgemeinde Wiesmath (1995), S. 293:http://tinyurl.com/okssx8q
Der Rehme oder Reme gibt's zahlreiche im Bauernhaus, sie dienen den verschiedensten Zwecken: für Pfannen, Topfdeckel, Schüsseln, Brot. Auch in der Architektur findet man sie - mit anderem Genus zwarals Maskulinum oder als Neutrum und auch in anderer Schreibung: Rähm (s. Duden und Wikipedia)

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Saurehm






Österreichisches Deutsch definiert die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Monarchie entlehnt. Eine erhebliche Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein erheblicher Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe zu verwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch verschiedene regionale Dialektformen, hier im Besonderen bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark verwendet, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.

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