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brenteln, prenteln

Mädchen nachts durchs Fenster besuchen; "fensterln"


Art des Eintrag: Verb

Erstellt am: 18.08.2016

Bekanntheit: 0%

Beurteilung: 0 | 4

Kommentar am 18.08.2016
s.a. prentln, etwas anderes ist jedoch der Eintrag brenteln (=jausnen) und eine ältere Bedeutung hat auch das Wort im Eintrag brenteln, prenteln( = sennen), das entweder aus Unverstand oder aber - eher wie 59 andere meiner Einträge vom selben "Mitarbeiter" - aus Bosheit entfernt worden ist.

Das Brenteln, oder der heimliche Besuch, den zur Nachtzeit ein Liebender seiner Geliebten abstattet, ist unter den jungen Kärnthnern allenthalben als eine ländliche Gewohnheit bekannt.
Franz Sartori, Mahlerisches Taschenbuch für Freunde interessanter Gegenden, Natur- und Kunst-Merkwürdigkeiten der Österreichischen Monarchie (1814):http://tinyurl.com/jl2ydzy
Nun kamen zwei Bauernsohne zu den beiden Mädchen "brenteln". Die Mädchen lassen die Burschen aber nicht ganz zu sich ins Bett hinein, „lei afs Seitenbett". Die Mädchen weisen darauf hin, daß sich das weitere eben nicht gehöre.
Leopold Schmidt, Die Volkserzählung (1963):http://tinyurl.com/zz2h9ud


Kommentar am 18.08.2016
Zu blutigen Raufhändeln kam es aber beim Prenteln bei den Senninnen. Wenn jemand „um die Weg" war, hat er selbstverständlich gejauchzt, um alle herauszufordern, die vielleicht auch unterwegs waren.
Um die Möll. Volkskunde eines Kärntner Tales (1977):http://tinyurl.com/h3mx3uw
In der Sage „Wenn's heilig ist, dann ist's auch hell" verunglückt ein junger Mann auf dem Weg zum Prenteln auf seltsame Art und Weise
Rudolf Wlattnig, Diex, Sonnendorf auf der Saualpe (1996):http://tinyurl.com/jxrk79p


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brenteln, prenteln






Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und des Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich genutzten bairischen und alemannischen Dialekte.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine erhebliche Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein erheblicher Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; manche dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch verschiedene regionale Dialektformen, hier im Besonderen bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark verwendet, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.

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