Dein Österreichisches Wörterbuch

Marende , die

nachmittägliche Zwischenmahlzeit, Brotzeit


Art des Eintrag: Substantiv

Kategorie: Essen und Trinken

Erstellt am: 03.12.2017

Bekanntheit: 0%

Beurteilung: 0 | 1

Kommentar am 03.12.2017
Einträge wie Marenda (venezianisch) und Marend (ugs. bzw. als Neutrum schweizerisch) lassen sich bedauerlicherweise nicht verbessern.

Marende, die Wortart: Substantiv, feminin Gebrauch: tirolisch BEDEUTUNGSÜBERSICHT: Zwischenmahlzeit, Vesper
Duden online:https://www.duden.de/rechtschreibung/Marende
das Marend“ sei hingegen schweizerisch, schreibt Duden und bietet einen gesonderten Duden-Eintrag unter "Marend". Ein bayerischer Jurist berichtet Mitte 19. Jh. aus Meran:
Abendgesellschaften kennt man nicht, wohl aber Einladungen zur Marende. Man isst hier gewöhnlich um eilf Uhr zu Mittag und nimmt um drei Uhr ein Vesperbrod, welches man die Marende nennt. Dazu laden denn hin und wieder die Frauen ihre Freundinnen und allenfalls die Ehemänner derselben. Die Marende, wenn sie als gastlicher Imbiss auftritt, besteht aus Kaffee mit „halbgeschlegelter" Butter, aus Wein und großen Trachten von kalten Speisen
Ludwig Steub, Drei Sommer in Tirol (1846):https://tinyurl.com/y8lmuacw
Die Zeit für eine Südtiroler Brotzeit, der „Marende“, mit Speck, dem typischen flachen Vinschger Brot, auch Vinschgerl genannt, und einem Glas Roten sollten Sie sich in jedem Fall nehmen. Zu einer deftigen Marende gehört ein kräftiger Schluck Südtiroler Schnaps – ein Treber- oder Apfelbrand
Relais und Alpen:http://relaisundalpen.de/?p=1447
Und serviert wird das Ganze bei einer Marende, der typischen Südtiroler Brotzeit.
programm ARD.de, 29.7.2016:https://tinyurl.com/y8rw6pgl
Für den kleinen Hunger haben wir eine kleine feine Karte mit Südtiroler Spezialitäten. Wir servieren die typische Südtiroler Marende: Eine Brotzeit mit hausgemachten Speck, feinen Käsen von der Mendel, Schüttelbrot aus Felthurns.
Weingut Klosterhof.it:http://www.klosterhof.it/erholung-am-weingut.html


Um neue Kommentare einzufügen oder an einer Diskussion teilzunehmen, einfach auf das Österreichische Volkswörterbuch gehen.

Marende






Österreichisches Deutsch definiert die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und des Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich genutzten bairischen und alemannischen Dialekte.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache kommen aus den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine erhebliche Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein erheblicher Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; manche dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier im Besonderen bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark verwendet, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.

Hinweis: Das vom Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche Österreichische Wörterbuch, derzeit in der 44. Auflage verfügbar, dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951 und wird vom Österreichischen Bundesverlag (ÖBV) herausgegeben. Unsere Seiten und alle damit verbundenen Seiten sind mit dem Verlag und dem Buch "Österreichisches Wörterbuch" in keiner Weise verbunden.

Unsere Seite hat auch keine Verbindung zu den Duden-Nachschlagewerken und wird von uns explizit nicht als wissenschaftliches Werk betrachtet, sondern als ein Gemeinschaftsprojekt aller an der österreichichen Sprachvariation interessierten Personen.