Dein Österreichisches Wörterbuch

Schwalbler , der

Flunkerer, Aufschneider,


Art des Eintrag: Substantiv

Erstellt am: 14.02.2018

Bekanntheit: 40%

Beurteilung: 2 | 3

Kommentar am 15.02.2018

eine Schwalbe hackt der andern kein Auge aus, besonders wenn es sich eigentlich mehr um Schwalbler handelt, die uns über den Winter unsres Missvergnügens sowohl wie über ihre verkrachte politische Existenz hinwegschwindeln möchten
Karl Kraus, Die Fackel 22 ( März 1921):https://tinyurl.com/y8omtndx
Du bist keinSchwalbler , du bist schnell bei der Hand. — Ich hab' es früher gemerkt, als du mit Wittmann sprachst. Du! Das will ich nicht
Enrica von Handel-Mazzetti , Karl Ludwig Sand. Das Rosenwunder (1926):https://tinyurl.com/y7yydetm
Wir wollen mit Herrn Adamćik über seine früheren Thaten nicht rechten; der Mann hatte ehemals trotz des kleinwinzigen Körpers mehr Geist im Ellbogen, als zehn andere Schwalbler von juristischen Gemeindevätern und sprach auch sein Zeitgenosse Giskra schöner, so sprach er doch nie logischer und durchdachter wie der kleine Adamćik.
Der Wau-Wau, Politisch-humoristisch-satyrisches Universal-Lexikon für vaterländische Dummheit, hg. von Karolus Flemmich, 6. Jg. (1. Jänner 1870):https://tinyurl.com/ydad9f6l
vgl. schwalbeln und Geschwalbel .

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Schwalbler






Österreichisches Deutsch definiert die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache kommen aus den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine umfangreiche Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein erheblicher Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe zu verwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch verschiedene regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.

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