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beteilen

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Art des Eintrag: Verb

Erstellt am: 14.04.2018

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Kommentar am 14.04.2018
In der „Sortierstelle für gebrauchte Schuhe“ im Getto Litzmannstadt (Lodz) wurden die Schuhe der im KZ Kulmhof ermordeten Menschen sortiert, wobei sich zeitweise „Berge von getragenen Schuhen“ auftürmten.

Gestern war bekannt, dass die in der Gettoverwaltung dem Aeltesten d. J. zur Verfuegung gestellten Schuhe und Kleider nur an Ressortleiter zur Ausgabe gelangen sollten. Inzwischen ist heute eine Verfuegung des Praeses erlassen worden, derzufolge auch Angestellte beteilt werden.
Sascha Feuchert u.a. (hg.), Die Chronik des Gettos Lodz / Litzmannstadt (2016):https://tinyurl.com/y9p4rg24
Von der Gesamtschülerzahl der allgemeinen Volks- und Bürgerschulen wurden im Schuljahr 1918)19 124.691 (gegen 115.654 im Schuljahr 1912/13) mit Lernmitteln beteilt. In Prozenten ausgedrückt betrug die Zahl der Beteilten im Schuljahr 1918/19 in der Bürgerschule 76.5% (gegen 115.654 im Schuljahr 1912/13) und in der Volksschule, ohne die I. und II. Klassen, in denen keine regelmäßige Beteilung stattfand, 59,4%
Die Gemeindeverwaltung der Stadt Wien (1923):https://tinyurl.com/y9j8q83e
Im Jahre 1891 hat dieser Verein am 6. Dezember 25 Schulkinder mit Winterkleidern beteilt und außerdem fand eine Bewirtung statt. Herr Pfarrer A. Czech knüpfte an die Beteilung eine die Bedeutung der werktätigen Nächstenliebe erörternde Anrede sowie Worte des Dankes an den Verein
Freie Kirchenstimmen. Organ der Altkatholiken in Österreich:https://tinyurl.com/yb5ewtkk
Dazu Duden:
beteilen Wortart: schwaches Verb. Gebrauch: österreichisch veraltet
Duden online:https://www.duden.de/rechtschreibung/beteilen


Kommentar am 15.04.2018
Arthur Seyss-Inquart im Nürnberger Prozess:
Ankläger M. DEBENEST: Haben Sie nicht Maßnahmen ergriffen, um die Studenten zum Arbeitseinsatz zu zwingen? SEYSS-INQUART: [...] Ich weiß, dass Gewerbeschüler höheren Grades et cetera mit Freilassungsscheinen beteilt wurden. Auch die Hochschüler
Der Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher vor dem Internationalen Militärgerichtshof Nürnberg 14. 11. 1945 – 1. 10. 1946, Zeno.org:https://tinyurl.com/y7n2xm2b
Noch ein österr. A.S. - Adalbert Stifter:
Die Pflanzen, welche neu gesetzt werden, erhalten in ihrem Graben gleich so viel Erde, dass sie auf mehrere Jahre versorgt sind. Ältere Rosen, welche von ihrem Standboden längere Zeit gezehrt haben, werden mit einer Neuerung beteilt. Entweder wird die Erde oberhalb ihrer Wurzeln weggetan und ihnen neue gegeben, oder sie werden ganz ausgehoben und ihr Standpunkt durchaus mit frischer Erde erfüllt.
Adalbert Stifter, Der Nachsommer (1857):https://tinyurl.com/y6vggd98
Peter Rosegger in den Jugenderinnerungen:
wir sahen, wie viele der Dorfkinder schöne Sachen bei sich hatten, die sie betrachteten und einander zeigten. Da hatten sie Bildchen, rotgebundene Büchlein mit Goldschnitt und in Seidenmaschen gefasste Silbermünzen. Unser Schulmeister sagte uns, daß solches die Prämien wären, womit die fleißigen Schüler bei der Prüfung beteilt würden.
Peter Rosegger, Waldheimat 2. Bd.:https://tinyurl.com/y9e2b2aj
Grillperzer reimte 1831 anlässlich der Eröffnung des Saales der Gesellschaft der Musikfreunde in seinem Weihegesang:
Jener alte Götterliebling, Amphion, mit Huld beteilt, Ging dahin durch leere Weiten, Mit dem süßen Joch der Saiten, Das bewältigt, trifft und heilt.
Grillparzer, Weihegesang, Zeno.org:https://tinyurl.com/ydgp7xrb::


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Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich benutzten bairischen und alemannischen Dialekte.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache kommen aus den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Monarchie entlehnt. Eine erhebliche Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein großer Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; manche dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe zu verwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch verschiedene regionale Dialektformen, hier im Besonderen bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark verwendet, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.

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