Dein Österreichisches Wörterbuch

Schotten , der

quarkähnlicher krümeliger Frischkäse aus Buttermilch und Molke


Art des Eintrag: Substantiv

Kategorie: Essen und Trinken

Erstellt am: 22.08.2018

Bekanntheit: 0%

Beurteilung: 0 | 1

Kommentar am 22.08.2018
Gar nicht einverstanden bin ich mit dem Geschmack als "geräucherter Quark", der dem " Schotten " von 2006 immer noch zugeschrieben wird, deshalb mein neuer Eintrag, wenngleich im dortigen Kommentarbereich und bei der Beurteilung ähnliche Kritik laut geworden ist.

Schotten Frischkäse .... Ausbeute: aus 100l Molke können 4kg Schotten produziert werden
Dientalm, Käse-Taufschein:https://www.kaeseproduzenten.com/taufschein/schotten.html
Klar, man kann einen Schotten auch veredeln, und dies ist auch laut Österr. Lebensmittelbuch geschehen:
Schotten ist ein aus Buttermilch (aus Kuhmilch) unter Zusatz von Rahm durch Säuerung mit Milchsäurebakterienkulturen und nachfolgendem Erhitzen auf über 85 °C, ohne Pressen hergestellter, topfenähnlicher, krümeliger Käse
Österr. Lebensmittelbuch:https://tinyurl.com/ybe5hbrm


Kommentar am 24.08.2018
Ich glaube, ich weiß, was beim ersten Schotten-Eintrag als einem "geräucherten Quark" passiert ist: Da wurde der gewöhnliche Schotten mit einer Verarbeitungsstufe, dem sog. "geselchten Schotten" verwechselt, der im Zug des Käsens auf den Almen das Licht der Welt erblickte.
Gewöhnlich wurde die Magermilch mit der entfallenden Buttermilch vermischt und aus diesem Gemenge in einem Zuge das "Kasmachet" gemacht, das mit vieler Mühe durch Trocknen am Herdfeuer (geselchter Schotten) besonders haltbar wurde.
ZS des Historischen Vereines für Steiermark Bd. 31 (1937):https://tinyurl.com/y935p29m
Nicht jeder Schotten ist ein g'selchter Topfen! .

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Schotten






Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und des Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich benutzten bairischen und alemannischen Dialekte.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache kommen aus den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Monarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein großer Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; manche dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier im Besonderen bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.

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