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Binkelburd Hadern, Binkel Burd Hadern,

Lumpenpack


Art des Eintrag: Wendung

Kategorie: Schimpfworte - deutlich

Erstellt am: 08.07.2019

Bekanntheit: 0%

Beurteilung: 0 | 1

Kommentar am 08.07.2019
Im Krimi „Zores aus dem rechten Eck“ hat Elfriede Semrau eine erweiterte Form der Wendung ein Burd Hadern verwendet.

Selbst bei Nationalratswahlen hätte er am liebsten die Gretel gebeten, für ihn das „Kreuzerl“ zu machen, weil ja doch alle miteinander „ein Binkel burd Hadern“ sind.
Semrau, Zores ... (1994): https://tinyurl.com/y6sggsgb
Im Glossar wird dann zwar der Binkel, nicht aber das „burd“ erklärt. In der ZS „Der Augarten“, deren Herausgabe Josef Weinheber damals übernommen hatte („wofür ihm der Wiener Dichterkreis zu größtem Dank verpflichtet ist“), gibt's eine Dialekterzählung „Da Haalmhauffa am Kirchaweg“ des NS-Mostviertlers Karl Pschorn:
„Na na na," moant d' Resel, „mag neammer, oa Binkel Burd Hadern des Mannerwerch, des!"
"Der Augarten", Jg. 5 (1940): https://tinyurl.com/yxwnhd9r


Kommentar am 08.07.2019
Mit der Verschriftlichung geht man verschiedene Wege: Oberösterreich:
Tagblatt 3. Februar 1929 Aus dem Regierungs-Karpfenteich - Der Dreifrontenkrieg der Großdeutschen. — ... Auch die Landbündler sind ein merkwürdiges Binkel-burd-Hadern. Sie haben sich als konservativ erklärt und meinen auf diese Weise sich in die Herzen des gläubigen Landvolkes einzuschleichen
Zeitungsberichte aus Michaelnbach im Jahre 1929 :https://tinyurl.com/yyqs6zaw
Salzburg:
„is eh alls oan Binkelburd Hadern" sagt man, um auszudrücken, daß alle mitsammen (Familie, Gesellschaft) nichts wert sind.
Leopold Ziller, Was nicht im Duden steht. Ein Salzburger Mundart-Wörterbuch (1995): https://tinyurl.com/y374c65k


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Binkelburd Hadern, Binkel Burd Hadern,






Österreichisches Deutsch definiert die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich benutzten bairischen und alemannischen Dialekte.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Monarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein erheblicher Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; manche dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe zu verwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch verschiedene regionale Dialektformen, hier im Besonderen bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark verwendet, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.

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