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Tirgtschilln, Tirggtschilln , das

Entblätterung der Maiskolben


Art des Eintrag: Substantiv

Erstellt am: 28.01.2022

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Kommentar am 28.01.2022

[b]Tirgtschilln[/b] (Mais[b]kolm[/b] entblättern) Bis im Jahre 1962 hatte wohl in Völlan jeder Bauer jedes Jahr Mais angepflanzt... Der Mais wurde so um den 15. September geerntet, mit dem Leiterwagen, in dem man wie beim Getreide ein Tuch hineingebunden hatte, brachte man ihn in die Scheune ... Rund um dem Maiskolmhaufen waren einfache Bänke aus Brettern und Holzklötzen aufgestellt. Auf denen saßen sich die Leute nieder und es ging an die Arbeit. Man nahm immer einen Maiskolm, riss die äußeren Blätter bis auf die schönsten 4 Stück ab und legte den [b]Kolm[/b] dann rückwärts hinter der Bank ab
Lananer Gemeindeblatt Jänner 2011, S. 14: https://doczz.com.br/doc/1202364/lananer-gemeindeblatt


Kommentar am 28.01.2022
Tirggtschilln in Viertelgraun ... Beim traditionellen „Tirggtschilln“ braucht es viele fleißige Hände zum Mithelfen. Dazu luden sie vor Kurzem Verwandte und Freunde ein. Als Dank gab es nach getaner Arbeit eine zünftige Marende.
Dorfblatt Tramin Nr. 24, 2016: https://tinyurl.com/y5yxww5u
Weinbau früher und heute, die Maiskultur, Bienenzucht, Weidenruten und „Tirggtschilln“ hat der Kustos auf Kurzfilmen bereits veranschaulicht.
Die Weinstraße 5/5 (2008): https://tinyurl.com/yxolsubn
Rosa: Alles war toll! Am besten hat mir das Essen gefallen und das Tirggtschilln auf dem Wagen.
Schule Tramin. Grundschule Kurtatsch: https://tinyurl.com/y6q355tv


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 Tirgtschilln,  Tirggtschilln






Österreichisches Deutsch definiert die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und des Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich benutzten bairischen und alemannischen Dialekte.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine umfangreiche Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch verschiedene regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark verwendet, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.

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