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Lumpenstrudel

Mehlspeise mit Kalbslunge, gewöhnlich als Suppeneinlage


Art des Eintrag: Substantiv

Erstellt am: 07.02.2022

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Kommentar am 07.02.2022
Aus dem Lumpenstrudel wurde längst schon der Lungenstrudel, doch vor 200 Jahren nannte Adolf Bäuerle in seinem Lustspiel „Die Reise nach Paris, oder Wiesels komische Abenteuer“ (1823) noch den Lumpenstrudel:

[i]Actuar[/i]. Was ist er? [i]Wiesel[/i]. Manchmal Speckknödel, auch [b] Lumpenstrudel[/b] und ein' Sterz – [i]Actuar[/i]. Esel! ich frage nicht, was er i ß t , sondern was er i s t ; welchen Stand er begleitet?
Adolf Bäuerle, Komisches Theater Bd. 5: https://books.google.at/books?id=5WAHAAAAQAAJ&pg=PA79&dq=Lumpenstrudel&hl=de&sa=X&ved=2ahUKEwiAqYSuse31AhUDi_0HHTDsC7EQ6AF6BAgDEAI#v=onepage&q=Lumpenstrudel&f=false


Kommentar am 07.02.2022
Nr. 159 im Gartler'schen "Wienerischen bewährten Kochbuch" von 1797:
Lumpenstrudel. Nimm übersottenes Beischel 10 Stück, backe es schön klein, bereite geweichte Semmel gebackt, einen guten Fetten und grünen, auch klein geschnittenen Petersil, röste es darein mit sammt den Brod. Laß es auskühlen nimm klein geschnittenen Kernfetten daran, für 10 Personen 3 Eyer, einen Löffelvoll Milchram, gemischtes Gewürz, Salz, und die Füll angemacht, nicht gar feucht. Nimm 1 Viertel Achtel gutes Mundmehl...
Ignaz Gartler, Wienerisches bewährtes Kochbuch in sechs Absätzen, 1797: https://books.google.at/books?id=ZHsGwjS70YEC&dq=Lumpenstrudel&hl=de&source=gbs_navlinks_s


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Lumpenstrudel






Österreichisches Deutsch definiert die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine umfangreiche Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein großer Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch verschiedene regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark verwendet, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.

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