Dein Österreichisches Wörterbuch

Tinef

etwas Wertloses, Dreck, Tand


Art des Eintrag: Substantiv

Erstellt am: 26.07.2006

Bekanntheit: 50%

Beurteilung: 3 | 4

Kommentar am 12.03.2010
Kein Austriazismus
Korrekte Schreibung: Tin|nef, der; -s Herkunft: [jidd. tinnef = Schmutz, Kot < hebr. ṭinnûf]
"Auf Verfolgungstechniken, rote Fähnchen hier und Dringend-Markierungen dort kann man getrost verzichten, denn dergleichen ist technischer Tinnef."
Quelle: E-Mail-Knigge der FAZ, [http://bit.ly/3UvrBY]

"Einige jiddische Ausdrücke sind im Ruhrgebiet ebenfalls alltäglich. "Tinnef" für billigen Kram, "Gannef" für Schlitzohr oder Gauner. "Masel" oder, wie hier meist geschrieben, "Massel" widerfährt einem, wenn man in einer Sache Glück gehabt hat. Und ich habe selten den Begriff "Chuzpe" für "Dreistigkeit" oder "Unverschämtheit" so oft gehört wie hier im "Revier"."
Quelle:[http://www.ciao.de/Ruhrpott_Dialekt__1104512]

Kommentar am 21.10.2014
Fehleintrag, da gesamtdeutsch ( s. a. Kommentare zu Tinnef) und überdies unrichtig geschrieben

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Tinef






Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und des Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich genutzten bairischen und alemannischen Dialekte.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache kommen aus den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Monarchie entlehnt. Eine umfangreiche Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein umfangreicher Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch verschiedene regionale Dialektformen, hier im Besonderen bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark verwendet, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.

Hinweis: Das vom Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche Österreichische Wörterbuch, derzeit in der 44. Auflage verfügbar, dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951 und wird vom Österreichischen Bundesverlag (ÖBV) herausgegeben. Unsere Seiten und alle damit verbundenen Seiten sind mit dem Verlag und dem Buch "Österreichisches Wörterbuch" in keiner Weise verbunden.

Unsere Seite hat auch keine Verbindung zu den Duden-Nachschlagewerken und wird von uns explizit nicht als wissenschaftliches Werk betrachtet, sondern als ein Gemeinschaftsprojekt aller an der österreichichen Sprachvariation interessierten Personen.